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Leidet das Kind unter dem Lernen, dann leiden häufig auch die Eltern.

Experten-Tipps

Schulstress belastet auch Eltern

München - Schulstress belastet nicht nur Kinder, sondern auch Eltern. Experten wissen Rat, wie Familien damit umgehen können. Wichtig: Den Alltag nicht völlig von der Schule bestimmen zu lassen.

Eltern wollen für ihren Nachwuchs das Beste, das gilt auch für Schulabschluss und Ausbildung. Alles andere als das Abitur kommt für viele Eltern heute nicht mehr in Frage. Damit setzen sie ihr Kind - und sich selbst - oftmals extrem unter Druck. Vor allem, wenn in der 4. Klasse das Übertrittszeugnis fällig ist. Unter den Erwartungen leiden Kinder und Eltern - und letztlich das ganze Familienleben. Experten der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin wissen Rat, wie Betroffene mit dem Druck umgehen können.

Schuldgefühle

Wenn der Sprössling holprig liest oder lange an den Matheaufgaben rätselt, dann versuchen Eltern die vermeintlichen Defizite auszugleichen - indem sie das Kind zum Nachhilfeunterricht oder in die Hausaufgabenbetreuung schicken und abends vielleicht noch zusammen lernen. Das ist für Kinder und Eltern gleichermaßen erschöpfend. Der Nachwuchs leidet, weil er den Erwartungen der Eltern nicht gerecht wird, die Eltern haben Schuldgefühle und denken, als Vater oder Mutter versagt zu haben. Sie beziehen schlechte schulische Leistungen auf sich. Dass nicht allein das Abitur als Schulabschluss glücklich machen muss, sondern auch ein Haupt- oder Realschulabschluss eine erfüllte Berufslaufbahn mit sich bringen kann, übersehen viele Eltern.

Hobbys pflegen

Experten empfehlen, sich nicht zu sehr auf Leistungen und Noten zu fokussieren, sondern auch Hobbys und Freizeitaktivitäten des Kindes nicht zu kurz kommen zu lassen. Kinder brauchen Beschäftigungen, die nicht nur aus Lernen bestehen. Die Schule sollte nicht den gesamten Familienalltag bestimmen - und schon gar nicht belasten. Zwischendrin einfach nichts zu tun, ist für Eltern und Kinder wichtig.

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