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Fehlt das Ziel, sind Arbeitnehmer langsamer. Das fand eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit heraus. Wichtig sind realistisch und transparent formulierte Ziele. Foto: Andrea Warnecke

Fehlendes Ziel macht Mitarbeiter langsamer

Gibt es kein Ziel, beeilen sich die wenigsten Mitarbeiter. Zu dieser Erkenntnis kam eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit. Doch auch zu hoch gesteckte Ziele bewirken selten positives. Ein guter Weg ist die goldene Mitte.

Berlin (dpa/tmn) - Arbeitnehmer erledigen ihre Ziele langsamer, wenn der Arbeitgeber ihnen kein Ziel vorgibt. Das legt eine Studie des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit nahe.

Auch bei der Zielsetzung kommt es darauf an, dass sie realistisch sind. Die Forscher beziehen sich unter anderem auf ein Feldexperiment in einer Bibliothek in Bonn. Dort mussten Hilfskräfte 35 000 Bücher umsortieren. Ein Teil der Hilfskräfte bekam eine Zielvorgabe, eine zweite Gruppe hatte keine. Es zeigte sich, dass die erste Gruppe im Schnitt um bis zu 15 Prozent schneller die Bücher umsortierte als die zweite.

Grundsätzlich erhöhen Ziele im Job die Produktivität. Gleichzeitig dürfen sie aber auch nicht zu ehrgeizig gesteckt sein, sagt Sebastian Goerg, einer der beteiligten Forscher.

Zu hoch gesteckte Ziele führen eher dazu, dass Mitarbeiter anfangen zu tricksen. Zielsetzungen sollten sich an der SMART-Formel orientieren: Das steht für spezifisch, messbar, vom Mitarbeiter akzeptiert, realistisch (also erreichbar) und terminiert (also mit konkreter Frist).

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