Mit einem Trick schätzen Sie sich auf der Arbeit nicht mehr falsch ein.
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Mit einem Trick schätzen Sie sich auf der Arbeit nicht mehr falsch ein.

Kennen Sie das Gefühl, Sie würden mehr als Ihre Kollegen leisten?

Fehler im Job: So hören Sie auf, sich selbst zu überschätzen

Mit diesen Karriere-Tipps können Sie das "Ich-mache-am-meisten-Phänomen" verstehen und zukünftig vermeiden. So schätzen Sie sich im Job nicht mehr falsch ein.

  • Woher kommt unsere falsche Selbsteinschätzung?
  • Die Größe des Teams beeinflusst unsere Selbsteinschätzung.
  • Verschiedene Aufgaben im Team erschweren die Beurteilung der Arbeit.
  • Experten erklären, wie Sie sich realistisch beurteilen und dadurch erfolgreicher* im Job sind.

Wer kennt es nicht, der eine Kollege kommt ständig später als Sie zur Arbeit und geht dafür regelmäßig vor Ihnen nach Hause. Oder finden Sie Ihre Kollegen öfter beim Plaudern in der Kaffeeküche, als beim Arbeiten vor Ihren Rechnern? Nahezu jeder denkt, er würde mehr leisten als sein Team. Wie Sie Ihre Leistung richtig einschätzen und die Ich-mache-am-meisten-Falle vermeiden, erklären die Experten von ZEIT.

Unsere Selbstüberschätzung hängt nicht mit falschem Stolz zusammen

Kanadische Forscher wollten dem Ich-mache-am-meisten-Phänomen in einer Studie genauer auf den Grund gehen. Dazu haben sie Ehepartner über die Aufteilung der Hausarbeiten befragt. Die Männer und Frauen sollten prozentual angeben, wie viel Sie sich beim Abwaschen, Kochen, Putzen und Einkaufen beteiligen. Die Angaben lagen oft pro Person bei 70-80 Prozent. In Summe lagen die Werte bei jedem Paar weit über 100 Prozent.

Im zweiten Schritt fragten die Forscher nach schlechten Verhaltensweisen im Zusammenleben, die zu Streit oder Unordnung im Haushalt führen. Auch hier sollten die Befragten ihren Anteil prozentual angeben und die Ergebnisse wurden von den Forschern addiert, das Ergebnis lag erneut weit über 100 Prozent.

Unsere Selbstüberschätzung ist also nicht falschem Stolz oder eines arroganten Verhaltens geschuldet, sondern eher unserer Ignoranz und falschem Erinnerungsvermögen. Unsere eigene Leistung bleibt uns nur allzu gut im Gedächtnis, wir erinnern uns noch genau daran, als wir das letzte Mal den Staubsauger in der Hand hatten. Aber wann oder wie oft hat unser Partner gestaubsaugt? Daran können wir uns kaum oder gar nicht erinnern. Genauso verhält es sich im Büro: unsere eigenen Leistungen wissen wir noch exakt, bei der Arbeit der Kollegen wird es schnell verschwommen oder wir haben kaum eine Ahnung, was sie überhaupt machen. Die Pausen der Mitarbeiter bleiben uns dafür umso deutlicher in Erinnerung und schaffen so ein falsches Bild von der Leistung.

Auch interessant: Sie sind unglücklich mit Ihrem Job? So finden Sie heraus, ob Sie kündigen sollten.

Je größer das Team, desto unrealistischer die Beurteilung der eigenen Leistung

Studien zeigen, dass in einem kleinen Team von bis zu maximal vier Personen die Einschätzung darüber, wie viel Prozent das Teammitglied selbst zum Erfolg der Gruppe beiträgt, noch relativ realistisch ist. Mit der steigenden Anzahl der Teammitglieder überschätzen die einzelnen Personen allerdings auch deutlich ihren eigenen Anteil am Gesamterfolg.

Je unterschiedlicher die Spezialisierungen der Kollegen ausfallen, desto schlechter wird die Leistungsbewertung.

Wenn die Kollegen innerhalb eines Teams alle die gleichen Aufgaben haben, ist das Risiko in die "Ich-mache-am-meisten-Falle" zu tappen viel geringer, als in einem Team, in dem jeder eine unterschiedliche Spezialisierung oder sogar komplett verschiedene Aufgaben hat. Je unterschiedlicher der Job der Kollegen ist, desto schwerer fällt es uns einen vernünftigen Vergleich zu ziehen und wir neigen dazu, unsere eigene Arbeit extrem zu überschätzen. Hinzukommt noch die Problematik der unklaren Bewertungsrichtlinien. Je unterschiedlicher die Jobs sind, desto häufiger wird der Erfolg an vollkommen unterschiedlichen Werten gemessen. Somit ist es viel schwieriger, die Jobs miteinander zu vergleichen und die Leistung des einzelnen korrekt einzuordnen.

Karriere-Tipps, um die eigene Leistung richtig einzuschätzen

In unserem heutigen Berufsleben neigen wir leicht dazu der "Ich-mache-am-meisten-Falle" auf den Leim zu gehen. Durch Kreativ- und Wissensjobs ist es viel schwieriger die Leistung und den Erfolg zu messen. Viele Tätigkeiten verstehen wir im Detail aufgrund ihrer Spezialisierung gar nicht richtig und haben keine Ahnung, was unsere Kollegen genau machen.

Sobald Sie merken, dass Sie sich in die "Ich-mach-am-meisten-Illusion" begeben, sollten Sie innehalten und sich fragen, woran Ihr Kollege gerade arbeitet. Fragen Sie sich außerdem, ob Ihr Kollege aus dem Büro gegenüber, dessen Arbeit Sie überhaupt nicht verstehen, vielleicht einen großen Anteil daran hat, dass das Business läuft. Oder denken Sie an das Reinigungspersonal, dass jeden Abend spät nach Ihrem Feierabend dafür sorgt, dass am nächsten Tag wieder alles sauber ist. Versuchen Sie sich Ihr Team mit den einzelnen Mitgliedern ins Gedächtnis zu rufen. Nichtsdestotrotz können Sie auch zu dem Ergebnis kommen, dass die Arbeit einfach nicht gerecht aufgeteilt ist. Letztendlich können wir gar nicht alle gleich arbeiten und es sind individuelle Leistungen. Tanja Schindlauer *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

Auch interessant: Wenn die Kollegen in der Arbeit nerven - was tun? Das sagen Karriere-Experten.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
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