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Viele Vorgesetzte wollen ihre Mitarbeiter nicht weiterbilden - sich selbst auch nicht.

Zu Teuer?

Firmen stellen lieber neue Leute ein als weiterzubilden

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In Zeiten der Digitalisierung ist Weiterbildung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Doch das scheint bei den wenigsten Führungskräften angekommen zu sein.

Zahlreiche Berufs-Studien der Vergangenheit zeigen: Deutsche Arbeitnehmer sind unzufrieden - mit ihrem Job, ihrem Unternehmen und ihren Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Dass das nicht von ungefähr kommt, zeigt nun eine Umfrage der Personalberatung Rochus Mummert Executive Consultants. Die Studie befragte Top-Manager und Eigentümer zum Thema „Digital Leadership 2017“. 

Für Führungskräfte ist Weiterbildung nicht wichtig

Das erschreckende Ergebnis: Weiterbildung scheint für viele Führungskräfte unwichtig zu sein - sei es bei den eigenen Mitarbeitern oder bei sich selbst. 

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, geben die befragten Vorstände an, dass nur ein knappes Drittel der Mitarbeiter über gute bis sehr gute digitale Kenntnisse verfüge. Dabei seien diese Fähigkeiten laut der Studie die "Achillessferse" der Unternehmen - egal ob im Büro oder in der Produktion. Doch statt auf Weiterbildung zu setzen, stellen die Unternehmen lieber junge, "digitalaffine" Kollegen ein. Vor allem Quereinstieger, Wiedereinsteiger und Umschüler seien dabei gefagt - noch vor IT-Experten.

Nur 50 Prozent der Führungskräfte bilden sich weiter

Aber auch bei den Chefs sieht es in Sachen Weiterbildung düster aus: Nur 47 Prozent der befragten Führungskräfte halten sich für fit im digitalen Bereich - und fast genauso wenige (50 Prozent) bilden sich weiter. Dabei fürchten rund 80 Prozent negative Folgen, wenn sie die Fortbildung schleifen lassen. 

Auch lesenswert: Warum wir uns auf Montage freuen sollten anstatt sie zu verfluchen.

Von Andrea Stettner

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