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Vielen graut es vor dem Montag, wenn es wieder in die Arbeit geht. Doch das muss nicht sein.

Motivation

Firmenchef erklärt, wieso wir uns auf den Montag freuen sollten

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Oft ist das Wochenende viel zu schnell vorbei - und dann ist auch schon wieder Montag und die Arbeitswoche beginnt. Doch der Montags-Blues muss nicht sein.

Die ganze Woche arbeitet man auf das Wochenende hin, und wenn es erst einmal da ist, ist es viel zu schnell wieder vorbei. Viele leben nur für die beiden freien Tage und quälen sich durch den Rest der Woche. Doch der Chef einer erfolgreichen Werbeagentur erklärt, warum diese Einstellung falsch ist.

Gary Vaynerchuck leitet die Agentur VaynerMedia und berät dabei unter anderem Pepsi bei seiner Social-Media-Strategie. Er ist seit 2009 zusammen mit seinem Bruder im Geschäft und gibt dabei alles. Und es fällt ihm nicht schwer, das zu tun, auch nicht am Montag. Bereits 2009 hat er auf der US-Messe SXSW darüber gesprochen, wieso wir nicht für das Wochenende leben sollten. In einem aktuellen Podcast namens "The Brilliant Idiots" geht er noch genauer auf seine Einstellung zur Arbeit ein, und wie man dem Montags-Blues entkommen kann.

"Nicht nur für das Wochenende leben"

Für jeden, der nur für das Wochenende und die Freizeit lebe, hat Vaynerchuck Mitleid. Er selbst könne diese Haltung nicht nachvollziehen. Seine Arbeit sieht er als persönliche Bereicherung, er vergleicht sich dabei sogar mit einem Leistungssportler. Er kann es am Wochenende kaum mehr erwarten, sich am Montag morgen wieder seinem Job zu widmen. Daher gehe er sogar extra früh schlafen am Sonntag.

Der Firmenchef warnt im Podcast vor den Folgen, wenn man mit seiner Arbeit unzufrieden ist. Denn schließlich sei man dann fast die Hälfte seines Lebens lang unglücklich.

Unternehmer rät: Was können wir gegen den Montags-Blues tun?

Vaynerchuck meint, dass sich jeder fragen sollte, wieso er seinen Job nicht mag und was er gerne ändern würde. Um eine positive Einstellung gegenüber seinem Arbeitsplatz zu entwickeln, sollten Arbeitnehmer überlegen, wo ihre Stärken liegen und wie sie diese besser nutzen könnten. Außerdem sollte man darüber mit dem Vorgesetzten sprechen. Schließlich sei dieser auch daran interessiert, Sie möglichst gut einzusetzen.

Falls keine Hoffnung auf Besserung besteht und auch kein neuer Job in Aussicht ist, sollten sich Angestellte überlegen, nebenher ein eigenes Unternehmen aufzubauen und sich selbstständig zu machen. Gerade die Digitalisierung komme dabei vielen Start-Up-Gründern zu Gute. "Wir leben nicht mehr in der Steinzeit. Es gibt das Internet," so der Chef. "Ihr habt es in der Hand. Ihr könnt euch ein eigenes Geschäft aufbauen. Ich verstehe es nicht, warum Leute lieber unglücklich sind und glauben, sie würden es nicht schaffen."

Hier sehen Sie die Ratschläge von Vaynerchuck im Video:

Das Video wurde bisher rund 11 Millionen mal angesehen und erntete auch viel Kritik. Wo bleibe die Work-Life-Balance? Was ist mit denen, die nicht die nötigen Mittel und Fähigkeiten zur Existenzgründung haben?

"Weil einige Leute einen sicheren Job wollen und nicht jeder gerne Unternehmer wäre," schreibt eine Userin unter dem Video.

Vaynerchuck konkretisiert seine Meinung in folgendem Post:

"Viele haben nicht verstanden, dass es um diejenigen geht, die über ihre Arbeitssituation jammern und dennoch mehr an Hobby und Freizeit interessiert sind," schreibt er auf Facebook. "Hört mir zu - Ihr habt das gute Recht an Work-Life-Balance und nicht nur nach Geld zu streben (Geld ist nicht alles). Bitte versteht das Video nicht falsch... Wir haben Millionen, die sich beschweren, aber nicht bereit sind, etwas dagegen zu tun."

Lesen Sie außerdem: Auch Milliardär Bill Gates hat mal klein angefangen. Was würde er heute studieren?

mil

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