Im Lockdown schließen mehr als 80.000 Friseure in Deutschland.
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Im Lockdown schließen mehr als 80.000 Friseure in Deutschland.

Neue Beschlüsse

Friseure im Lockdown: Bleiben die Salons den ganzen Januar geschlossen?

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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  • Anne Hund
    Anne Hund
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Der Lockdown gegen die Ausbreitung von Covid-19 geht in eine weitere Runde. Bleiben auch Friseure im Januar geschlossen?

  • Bund und Länder haben sich auf massive Beschränkungen des öffentlichen Lebens verständigt, um die rasant wachsenden Infektionszahlen mit dem Corona-Virus* zu stoppen.
  • Friseure bleiben weiterhin geschlossen.
  • Vor Weihnachten versuchten Kunden noch, in letzter Minute einen Termin zu ergattern.

Friseure bleiben auch im Januar geschlossen

Update vom 7. Januar 2021: Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 5. Januar steht fest: Deutschland bleibt vorerst bis zum 31. Januar im Lockdown. Die bisherigen Regelungen zur Schließung von Geschäften, die seit 16. Dezember in Kraft waren, bleiben weiterhin bestehen. Somit bleiben Friseure den ganzen Januar geschlossen und dürfen auch nicht zu den Kunden nachhause kommen*.

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) sieht dies sehr kritisch. „Viele Betriebe unseres Handwerks sind in ihrer Existenz bedroht. Angesichts der aktuellen Situation können viele Familienbetriebe die damit verbundenen Belastungen einfach nicht mehr schultern.“, betont ZV Präsident Harald Esser auf der Verbandsseite.

„Riesiger Kundenansturm“ – Friseure sind verzweifelt

Update vom 15. Dezember: Bevor am Mittwoch (16. Dezember) der harte Lockdown auch für Friseure beginnt, bereiten sich die Betriebe auf ihren letzten Arbeitstag vor der Schließung vor. Verbandsangaben zufolge ist der Kundenansturm „riesig“, in vielen Städten stehen die Menschen Schlange vor den Salons. Jeder will noch einen Last-Minute-Haarschnitt für das Weihnachtsfest ergattern. Deshalb verlängern viele Friseursalons ihre Öffnungszeiten, um möglichst viele Kunden zu bedienen. „Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber die Friseure sind absolut verzweifelt“, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Schließung der rund 80.000 Friseurbetriebe kurz vor Weihnachten kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Nach Verbandsangaben sei der Dezember der umsatzstärkste Monat des Jahres, kurz vor den Feiertagen lassen sich viele noch einmal die Haare schneiden. „Dieser zweite Lockdown bedroht die Existenzen unseres kleinteiligen Handwerks“, meint Müller. Der Verband rechnet über das ganze Jahr gesehen mit Umsatzeinbrüchen von rund 30 Prozent.

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Friseure müssen vor Weihnachten schließen – in den „wichtigsten Wochen für das Handwerk“

Update vom 14. Dezember: Seit Sonntag, dem 13. Dezember ist es beschlossene Sache: Deutschland geht in den „harten“ Lockdown. Laut Bund-Länder-Beschluss müssen auch die Friseure in ganz Deutschland schließen. Wer sich noch einen neuen Haarschnitt zum Weihnachtsfest gönnen will, der muss sich beeilen, denn die Friseur-Salons schließen ab Mittwoch, den 16. Dezember bis vorerst 10. Januar 2021.

„Das Friseurhandwerk hat mit einem umfangreichen und konsequent umgesetzten Hygienekonzept bewiesen, dass unsere Dienstleistungen auch in der Corona-Pandemie sicher erbracht werden können“, sagt Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks (ZV) in einer Pressemitteilung. „Wir müssen die Maßnahmen hinnehmen, sind jedoch sehr enttäuscht, dass wir nun, in den wichtigsten Wochen für unser Handwerk, erneut schließen müssen.“ Der zweite Lockdown dürfte viele Friseurbetriebe, selbst mit entsprechenden Liquiditätshilfen, an den Rand der Existenz bringen.

Ob Friseure ab 11. Januar wieder öffnen dürfen, hängt von der Infektionslage ab. Am 5. Januar beraten sich die Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten erneut. Dann wird entschieden, ob die Friseurbetriebe weiterhin geschlossen bleiben. Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr mussten rund 80.000 Salons für etwa sechs Wochen schließen.

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Merkels Corona-Gipfel: Friseure müssen in Deutschland schließen

Update 13. Dezember, 11.59 Uhr: Wie Kanzlerin Angela Merkel soeben verkündet hat, soll ab dem 16. Dezember der Einzelhandel geschlossen werden. Nur noch Lebensmittelgeschäfte und Geschäfte für den Grundbedarf sollen offen bleiben. Schließen müssen auch beispielsweise Friseure. Es gibt ein Verbot des Verkaufs von Pyrotechnik vor Silvester. Die neuen Lockdown-Regeln gelten bis zum 10. Januar 2021.

Friseursalons bleiben im Dezember geöffnet, sofern es die Infektionslage zulässt

Update vom 11. Dezember: Angesichts rasant steigender Corona-Infektionszahlen in ganz Deutschland müssen auch die Friseur-Betriebe wieder um ihre Öffnung zittern. Zwar bleiben Friseursalons unter den bestehenden Hygienevorgaben im Teil-Lockdown geöffnet - allerdings nur, wenn es die Infektionslage zulässt. Ab einem Inzidenzwert von 200 können die Landesregierungen Ausnahmeregelungen für sogenannte Hotspots festlegen.

  • In Baden-Württemberg etwa müssen Friseursalons ab einer 7-Tage-Inzidenz von 200 landesweit schließen.
  • In Bayern bleiben Friseursalons weiterhin geöffnet - trotz Ausrufung des Katastrophenfalls (seit 9. Dezember). Der Friseurbesuch stellt einen triftigen Grund zum Verlassen der eigenen Wohnung dar. 

Verschärfte Regeln für Friseure seit 3. Dezember

Auch die Regeln für den Friseurbesuch wurden noch einmal verschärft. Wie das Handwerksblatt meldet, sind Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Augenbrauenfärben/-zupfen oder Maniküre nicht mehr erlaubtRasieren und Bartpflege dürfen nur unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen. So müssen Friseure mindestens eine FFP2-, eine KN95- oder N95-Maske tragen, ergänzt durch eine Schutzbrille oder Gesichtsschild.

Seit dem 3. Dezember ist nun auch zwischen den Beschäftigten eines Friseursalons ein Mindestabstand von 1,5 Metern vorgeschrieben. Zuvor galt dies nur im Kontakt mit Kunden. Auch vor den Geschäften und auf dem Parkplatz müssen Kunden jetzt einen Mundschutz tragen. Bei Verkaufsflächen über 800 qm ist zudem nur eine Person pro 20 qm erlaubt.

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„Lockdown Light“ ab November: Friseure sind nicht betroffen

Update vom 29. Oktober: Am Mittwoch haben sich Bund und Länder auf einen „Lockdown light“ im Kampf gegen die Corona-Pandemie geeinigt. Um den steigenden Infektionszahlen Herr zu werden, sollen viele Betriebe ab kommenden Montag bis Ende November geschlossen werden. Dazu zählen Bars und Restaurants genauso wie Tatoo- und Fitnessstudios, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Kinos. Die gute Nachricht: Friseure sind von den Schließungen nicht betroffen, sie dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Allerdings nur unter den bestehenden Hygienevorgaben, wie sie bereist seit dem 4. Mai gelten.

Maskenpflicht und Mindestabstand beim Friseur

Artikel vom 18. September: Zu den verpflichtenden Maßnahmen zählen unter anderem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes* für Friseure und Kunden, heißt es in dem Arbeitsschutzstandard der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

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Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt

Demnach sind Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasieren oder Bartpflege vorerst nicht erlaubt. Weiterhin soll in den Betrieben ein ausreichender Abstand zwischen den Menschen* sichergestellt werden - etwa indem man die Anzahl der Arbeitsplätze begrenzt. Nach einer zeitweisen Schließung* wegen der Corona-Pandemie* dürfen Friseursalons seit dem 4. Mai wieder öffnen.

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Waschen der Haare jedes Kunden vorgeschrieben

Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks ist von der Wirkung des neuen Standards überzeugt: "Wir sind sicher, dass der neue sichere Friseurdienstleistungen in der Pandemie* garantiert", sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Verbands. Indem zum Beispiel das Waschen der Haare jedes Kunden vorgeschrieben wird, sollen mögliche Viren dort abgetötet werden.

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Hygiene-Auflagen beim Friseur sollen kontrolliert werden

Dass Kunden ihre Kontaktdaten bei den Friseursalons hinterlassen sollen, ist laut Müller ebenso wichtig für die Sicherheit. So könnten Infektionsketten nachvollzogen werden. "Kunden können nur bedient werden, wenn sie mit der Dokumentation einverstanden sind", heißt es dazu in dem Arbeitsschutzstandard. Ob der Standard ab Mai auch eingehalten wird, sollen laut Müller dann Ordnungsämter und die Berufsgenossenschaft kontrollieren.

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dpa/ahu/as

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