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Eine Notunterkunft in der Turnhalle: So haben sich Erstsemester den Uni-Start nicht vorgestellt. In vielen Uni-Städten werden Wohnungen zum Wintersemester knapp.

Früh Plan B ergreifen

Als Erstsemester auf Wohnungssuche

Heidelberg, Freiburg, Karlsruhe und München: In diesen Städten ist der Wohnraum zum Semesterbeginn voraussichtlich wieder besonders knapp. Um beim Studienstart ein Dach über dem Kopf zu haben, warten Abiturienten am besten nicht erst die Studienplatzzusage ab.

Eine WG in einer Altbauwohnung, am besten mit Dielen: Vor der Wohnungssuche haben künftige Erstsemester so ihre Träume. Dann kommt die Studienplatzzusage, und es ist klar, dass es in eine Stadt geht, in der Wohnraum für Studenten knapp ist.

Nach der Besichtigung der ersten Bruchbuden und Terminen mit zwei Dutzend anderen Bewerbern, sehen viele ein: Man muss froh sein, überhaupt etwas zu finden. Ein Stück weit ist die Wohnungssuche zum Semesterstart immer Lotteriespiel. Doch Abiturienten können einiges machen, um ihre Chancen auf ein Dach über dem Kopf zu erhöhen.

Knapp ist studentischer Wohnraum zum Wintersemester 2015/2016 voraussichtlich wieder in Frankfurt am Main, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Berlin und Köln. Darauf weist Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin hin. Eng wird es vermutlich außerdem in Konstanz, Regensburg und Erlangen. "Dort war die Lage in den vergangenen Jahren bereits sehr angespannt, wir vermuten, dass das dieses Jahr wieder so kommt."

Wer zum Wintersemester mit dem Studium beginnen will, für den ist die Wohnungssuche derzeit häufig noch weit weg. Eine Studienplatzzusage hat bis August fast noch niemand. Nora Pohle, studentische Vertreterin im Senat und im Hochschulrat der Technischen Universität München und dort zuständig für das Thema Wohnen, empfiehlt, sich in allen Städten im Juli und August umzuschauen, für die man sich beworben hat. Das gilt zumindest dann, wenn dort der Mietmarkt angespannt ist.

Wollen Abiturienten ins Studentenwohnheim ziehen, sollten sie sich bereits jetzt auf die Warteliste des Studentenwerks vor Ort setzen lassen. Dafür braucht es in der Regel keine Studienplatzzusage, die können Erstsemester später nachreichen. "Bei uns werden die freiwerdenden Plätze im Wohnheim später nach der Liste vergeben", erläutert Gudrun Wewetzer vom Studentenwerk Potsdam. Nicht nur Studentenwerke betreiben Wohnheime. Daneben gibt es zum Beispiel kirchliche und private Träger sowie Vereine.

Wollen Schulabgänger lieber in eine Wohngemeinschaft ziehen oder eine eigene Wohnung anmieten, sollten sie sich möglichst rasch mit den einschlägigen Portalen im Netz vertraut machen. "Wer das nötige Geld hat, und eine Wohnung zum 1. August haben kann, sollte zuschlagen", sagt Grob vom Deutschen Studentenwerk. Es sei an der falschen Ecke gespart, damit bis zum Oktober zu warten und dann möglicherweise nichts zu bekommen, weil nun so viele auf der Suche sind. "Die ersten Wochen im Studium sind aufregend genug, es ist sehr anstrengend, dann parallel noch auf Wohnungssuche zu sein", erklärt Grob.

Gehen Studenten zur Wohnungsbesichtigung, ist eine gute Vorbereitung wichtig: Sind etwa Bürgschaften der Eltern gefordert oder eine Kopie des Passes, kann man als Bewerber häufig schon punkten, wenn man alles komplett in einer Mappe vorlegen kann. Taucht eine Annonce im Netz auf, meldet man sich am besten sofort. Darauf weist die Technische Universität München hin. Auf sehr angespannten Mietmärkten ist die Anzeige häufig am folgenden Tag schon nicht mehr im Netz.

Lohnenswert ist außerdem, sich auch am Schwarzen Brett der Uni zu erkundigen sowie direkt bei den Studentenwerken. Häufig bieten diese eigene Wohnbörsen an. Auf jeden Fall sollten sich Studenten nicht zu sehr auf eine Option fixieren. Wird es mit besagtem WG-Zimmer in der Altbau-Wohnung mit Dielen nichts, heißt es flexibel sein. "Man sollte rechtzeitig an einem Plan B feilen", sagt Stefan Grob.

Wichtige Abkürzungen bei der Wohnungssuche

dpa

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