Beschäftigte ohne Hochschulabschluss legen oft weniger Wert auf das Ansehen eines Jobs. Ein guter Verdienst ist wichtiger. Foto: Kai Remmers/dpa
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Beschäftigte ohne Hochschulabschluss legen oft weniger Wert auf das Ansehen eines Jobs. Ein guter Verdienst ist wichtiger. Foto: Kai Remmers/dpa

Studie

Gehalt ist für Nicht-Akademiker wichtiger als Ansehen

Eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sinnvolle Aufgaben, Spaß mit den Kollegen: Viele Studien zeigen, dass manchen Arbeitnehmern bestimmte Dinge wichtiger sind als das Gehalt. Doch es gibt auch Untersuchungen, die ein anderes Bild zeichnen.

Berlin (dpa/tmn) - Auf dem außerakademischen Arbeitsmarkt geht es vor allem ums Gehalt - und weniger um weiche Faktoren wie die Work-Life-Balance oder das Ansehen eines Jobs. Das ist das Ergebnis einer Studie von Trendence im Auftrag des Arbeitsvermittlers MobileJob.

Dafür haben die Marktforscher 2971 Beschäftigte ohne Hochschulabschluss befragt. Für 82 Prozent von ihnen ist das Gehalt bei einem Job wichtig. Was Freunde und Familie über einen Arbeitgeber denken, interessiert dagegen nur 19 Prozent - 81 Prozent der Teilnehmer ist es egal oder unwichtig.

Auch sonst zählen bei der Bewertung eines Jobs vor allem finanzielle Faktoren, wie die Studie zeigt: Viele legen zum Beispiel Wert auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld (71 beziehungsweise 72 Prozen). Knapp zwei Drittel (64 Prozent) halten eine betriebliche Altersvorsorge für wichtig.

Zusätzliche Urlaubstage stuft dagegen nur gut die Hälfte der Befragten (52 Prozent) als eher wichtig ein - 41 Prozent der Studienteilnehmer sind sie egal. Und nur 37 Prozent der Teilnehmer würden einen Tag weniger arbeiten, dafür aber auf einen Teil ihres Gehalts verzichten.

Auch die Beschäftigten, die mit ihrem Job unglücklich sind, ärgern sich vor allem über Geld: Für knapp zwei von drei Befragten (65 Prozent) ist zu kleines Gehalt ein Grund für Unzufriedenheit. Über zu viele Überstunden ärgert sich nur ein Drittel (35 Prozent), genau wie über langweilige Aufgaben. Und Ärger mit dem Vorgesetzten ist sogar nur für ein Viertel der Teilnehmer (25 Prozent) ein Problem.

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