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Angestellte Lehrer verdienen im Vergleich zu Beamten deutlich weniger.

Ist das gerecht?

Krasser Gehalts-Unterschied bei Lehrern: Studie nennt exakte Zahlen

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Viele Lehrer verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen - und das bei gleicher Arbeit. Woran das liegt und wie groß die Unterschiede wirklich sind, zeigt eine Studie.

Angestellte Lehrer arbeiten genauso viel wie ihre verbeamteten Kollegen - und trotzdem erhalten sie am Ende des Monats weniger Gehalt. Und zwar deutlich weniger, wie eine Studie jetzt vorrechnet.

Angestellte vs. verbeamtete Lehrer: So groß sind die Gehaltsunterschiede

Die Schutzgemeinschaft angestellter Lehrerinnen und Lehrer (Schall NRW) hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die den Lohn der Lehrer in Nordrhein-Westfalen genau unter die Lupe genommen hat. Hier ist jeder fünfte von insgesamt 160.000 Lehrern ein Angestellter - der Rest genießt die finanziellen Vorteile des Beamtentums.

Dabei kam heraus, dass die angestellten Pädagogen in NRW monatlich bis zu 1.000 Euro netto weniger verdienen als die Beamten. Auf das ganze Leben gerechnet kamen die Experten auf einen Gehaltsunterschied von 176.000 bis 275.000 Euro netto - je nach Familienstand und Anzahl der Kinder. Gleiches Geld für gleiche Arbeit? Fehlanzeige!

Die Berechnung erfolgte auf Grundlage dreier Fallbeispiele: ledig, verheiratet ohne Kinder und verheiratet mit zwei Kindern. Dabei nahm die Expertengruppe an, dass ein Lehrer mit 42 entweder verbeamtet ist oder aber als Angestellter arbeitet. Da viele Lehrkräfte schon früher, mit 30 oder 32 Jahren, verbeamtet werden, dürften die Unterschiede beim Lebenseinkommen vielerorts noch weit höher sein. 

Warum verdienen angestellte Lehrer weniger als ihre verbeamteten Kollegen?

Angestellte Lehrer würden laut der Studie vor allem deshalb so viel weniger als ihre Beamten-Kollegen verdienen, da bei ihnen Beiträge zur Alterssicherung enorm zu Buche schlagen. Außerdem müssen angestellte Lehrer auch für andere soziale Absicherungen selbst aufkommen, etwa eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Da helfe es auch nicht, dass angestellte Lehrer tendenziell einen höheren Bruttolohn erhalten.

Tatsächlich verbeamtet auch nicht jedes Bundesland seine Lehrer. So arbeiten in Berlin und Sachsen Lehrer nur als Angestellte. Sachsen plant jedoch, 2019 wieder Lehrer zu verbeamten.

Was können die Folgen sein?

Die Studie zeigt auch auf, welche Konsequenzen diese ungleiche - und damit als ungerecht wahrgenommene - Bezahlung mit sich bringt. Zum einen würden ausgebildete Lehrer deshalb eher andere Beruf in der Wirtschaft ergreifen oder in andere Bundesländer wechseln, in denen sie besser verdienen. 

Bei den Lehrern, die trotzdem ihren Beruf ausüben möchten, würde diese Praxis letztendlich zu Unzufriedenheit mit dem Beruf führen, "was im Verlauf zu einem Rückgang der Arbeitsanstrengung führen kann, die gerade im Bildungsbereich nicht tolerierbar wäre", so die Autoren laut Spiegel.

Schall NRW fordert in der Untersuchung deshalb, dass angestellte Lehrer mehr als 1.000 Euro brutto zusätzlich verdienen müssten, um den verbeamteten Kollegen finanziell gleichgestellt zu sein.

Wie viel verdienen Lehrer eigentlich?

Wie viel Lehrer tatsächlich verdienen, hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Anstellungsart (angestellt oder verbeamtet) ist das Bundesland ausschlaggebend, in dem die Lehrer arbeiten. Aber auch die Schulart wie Grundschule oder Gymnasium spielt eine große Rolle. Wie hoch das Gehalt von Lehrern in Deutschland genau ausfällt, erfahren Sie hier.

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Von Andrea Stettner

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte

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