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Wie viel verdienen deutsche Lehrer?

Beamte und Angestellte

Gehalt: Wie viel verdienen eigentlich Lehrer in Deutschland?

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    Anne Tessin
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In ganz Deutschland werden mehr Lehrer an Schulen benötigt. Aber können Lehrer von ihrem Gehalt überhaupt gut leben? Wie viel verdienen sie wirklich? 

Zunächst einmal gilt: Augen auf bei der Schulartwahl! Während Grundschul- und Berufsschullehrer sehr gefragt sind, gibt es derzeit ein Überangebot an Gymnasiallehrern. Hier sind nur Mathe-, Physik-, Biologie- oder Chemielehrer Mangelware. Angehende Pädagogen sollten also überlegen, wo sie sich spezialisieren.

Gehalt: Was verdienen deutsche Lehrer?

"Deutsche Lehrer werden im internationalen Vergleich ziemlich gut bezahlt", sagt Heinz-Peter Meidinger, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, zu BILD. Nach den Statistiken der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) verdienen deutsche Lehrer mehr als im OECD-Durchschnitt.

Die Kollegen in den USA, Australien und allen anderen EU-Staaten müssen mit teilweise deutlich weniger Gehalt auskommen. Besser bezahlt wird in Europa nur noch in Luxemburg und der Schweiz.

Teilweise große Unterschiede zwischen Schularten und Bundesländern

Grundschullehrer kritisieren, dass sie in der Regel schlechter bezahlt werden, als die Kollegen von den Gymnasien und den Berufsschulen. Außerdem handhaben die Bundesländer die Verbeamtung sehr unterschiedlich. In Sachsen und im Land Berlin wird beispielsweise gar nicht mehr verbeamtet. Da Angestellte in der Regel ein niedrigeres Nettogehalt als Beamte haben, bei denen ja u.a. die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge entfallen, ist der Frust darüber natürlich groß.

Auch interessant: Darum sollten Sie keine Gehaltserhöhung verlangen. 

Wie viel Geld macht das tatsächlich aus?

Bildung ist Ländersache und deshalb sind die Unterschiede teilweise deutlich. Zwei Beispiele:

  • Ein verbeamteter Grundschullehrer, Besoldungsgruppe A12, verdient in Bayern ein Grundgehalt je nach Eingruppierung und Dienstalter zwischen 3.521 und 4.577 Euro brutto, in Baden-Württemberg zwischen 3.628 und 4.720 Euro, in NRW zwischen 3.541 und 4.587 Euro sowie in Sachsen-Anhalt zwischen 3.356 und 4.572 Euro im Monat. (Stand: 2018)
  • Ein verbeamteter Gymnasiallehrer, Besoldungsgruppe A13, bezieht in Bayern ein Grundgehalt zwischen 4.119 und 5.086 Euro. In der Besoldungsgruppe A 16 (z.B. Direktoren großer Schulen) kann ein Grundgehalt zwischen 5.587 und 7.082 Euro im Monat gezahlt werden. Das ist aber die Ausnahme. (Stand: 2018)

Lesen Sie auch: Wer bekommt eigentlich ein 13. Monatsgehalt?

Auf der anderen Seite gibt es Lehrer, die deutlich weniger verdienen. Das betrifft z.B. solche, die einen Hochschulabschluss als Magister haben, aber keine zwei Lehrerexamen oder aber ein Fach studiert haben, das nicht Schulfach ist, z.B. Kunstgeschichte.

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Viele Länder sind inzwischen zwar auf solche Quereinsteiger angewiesen, weil sie nicht genügend ausgebildete Grundschullehrer finden. Solche Lehrkräfte werden aber trotzdem deutlich schlechter bezahlt und dazu auch noch meist nur befristet eingestellt. Für diese Gruppe kann die Bezahlung dann etwa in Berlin laut Gewerkschaftsangaben für Einsteiger bei knapp 2.700 Euro brutto liegen.

Weitere Artikel aus unserer Gehalts-Serie: 

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte

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Kommentare

Christa SeidlAntwort
(0)(0)

Ich glaube nicht, dass Sie Lehrer sind, denn sonst würden Sie so etwas nicht sagen.

Uwe Wünsch
(1)(0)

Aufgewärmt, auch dieses Jahr werden Kollegen im August ausgestellt, im sie im September wieder einzustellen, und an andere Schulen zu transferieren . Wohnung, Entfernung .. egal. Ich möchte kein Lehrer sein

Smack0rAntwort
(1)(0)

Wieso überschätzt? Haben wir in Deutschland als Ressourcen Alternativen zur Bildung? Haben wir Erdölvorkommen wie die Vereinigten Arabischen Emirate? Haben wir Goldminen wie Afrika? Warum ist der Beruf des Lehrers - ein sozialer Beruf überschätzt? Wie siehts dann aus mit Hedgefondsmanagern? Ist deren Beruf nicht überschätzt? Ingenieure? Ist die Produktion eines Autos wichtiger als Menschen zu mündigen, gebildeten Bürgern auszubilden? Warum sollten Lehrer deiner Meinung nach weniger verdienen, obwohl sie DEINE Kinder zu mündigen Bürgern erziehen? Wenn sie es für weniger Geld nicht tun würden, würdest du das dann selbst übernehmen, zu Hause bleiben und dein Kind 12 Jahre lang ausbilden?