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Das Durchschnittseinkommen in Deutschland fällt je nach Bevölkerungsgruppe unterschiedlich aus.

Gehaltscheck

Wie hoch ist das Einkommen der Deutschen im Durchschnitt?

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Wie viel verdienen Deutschlands Arbeitnehmer? Statistiken verraten, wie hoch das Durchschnittseinkommen tatsächlich ist. Mit einer bösen Überraschung.

Das Gehalt von Arbeitnehmern in Deutschland könnte unterschiedlicher nicht sein: Während sich die einen trotz Job Monat für Monat am Existenzminimum bewegen, verdienen andere 10.000 Euro im Monat und mehr. Doch wie hoch ist das Durchschnittseinkommen in Deutschland?

Durchschnittseinkommen in Deutschland: So viel verdienen Arbeitnehmer

Betrachtet man alle Arbeitnehmer in Deutschland zusammen, sowohl den Vollzeitbeschäftigten, als auch Arbeitnehmer in Teilzeit oder geringfügigen Beschäftigungen, dann liegt das Durchschnittsgehalt laut Statista bei rund 2.860 Euro brutto im Monat (Stand: 2017). Nach allen Abzügen liegt das durchschnittliche Nettogehalt bei rund 1.890 Euro monatlich.

Wer Vollzeit arbeitet (in den meisten Betrieben ist eine 35 bis 40 Stunden Woche gängig), der kommt im Durchschnitt auf 3.770 Euro brutto im Monat.

Lesen Sie hier weiter: Keine Perspektive im Job? Wenn Sie ein "totes Pferd reiten", steigen Sie ab.

Video: Olaf Scholz will Mindestlohn von 12 Euro

Lesen Sie auch: Gehalt und Lohn - Was ist eigentlich der Unterschied? und Zu wenig gearbeitet: Haben Sie sich auch schon gefragt, was dann passiert?

Das Durchschnittseinkommen der Deutschen im Überblick:

Einkommensart

pro Monat

Durchschnittliches Bruttogehalt aller Arbeitnehmer

ca. 2.860 Euro

Durchschnittliches Nettogehalt aller Arbeitnehmer

ca. 1.890 Euro

Durchschnittliches Bruttogehalt von Arbeitnehmern in Vollzeit

ca. 3.770 Euro

Durchschnittliches Bruttogehalt von Männern in Vollzeit

ca. 3.960 Euro

Durchschnittliches Bruttogehalt von Frauen in Vollzeit

ca. 3.330 Euro

Quelle: Statista (Stand: 2017)

Gender Pay Gap zwischen Männern und Frauen beträgt 21 Prozent

Frauen und Männer verdienen nach wie vor unterschiedlich viel - und das nicht zu knapp. So beträgt die Gender Pay Gap in Deutschland, also die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen, im Jahr 2017 immerhin 21 Prozent. Männer, die in Vollzeit arbeiten, verdienen im Durchschnitt 3.960 Euro pro Monat (brutto) während vollzeitarbeitende Frauen sich mit lediglich 3.330 Euro begnügen müssen. 

Allerdings handelt es sich hier um den unbereinigten Gender Pay Gap. Der Großteil dieser Differenz könne laut Statistischen Bundesamt etwa mit der unterschiedlichen Berufs- und Branchenwahl von Männern und Frauen erklärt werden. Auch würden Frauen oft weniger arbeiten als Männer (Teilzeit oder Minijobs). Mit solchen strukturellen Unterschieden können rund Zweidrittel des Gender Pay Gaps erklärt werden. Etwa ein Drittel entspricht dann dem bereinigten Gender Pay Gap.

In welchen Berufen die Deutschen am besten verdienen und wo am schlechtesten, können Sie hier nachlesen.

Gehalt von Fach- und Führungskräften

Während das Durchschnittsgehalt aller Arbeitnehmer rund 2.860 Euro beträgt, verdienen Fach- und Führungskräfte im Schnitt deutlich mehr. Wie viel genau und in welchen Branchen, mit welchen Studienfächern, das erfahren Sie in diesem Artikel. 

Gehalt nach der Ausbildung

In welchen Berufen winkt nach der Ausbildung das beste Einstiegsgehalt? Und wo verdienen Berufsanfänger am wenigsten? Das hat eine Studie herausgefunden. Das Ergebnis lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Gehalt

Wie viel verdienen Erzieher in Deutschland? Wie hoch ist das Gehalt von Ingenieuren? Alles zum Thema Gehalt lesen Sie auf unserer Themenseite.

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Ebenfalls interessant: Bundeswehr-Ausbildung: So vielfältig sind die Berufsmöglichkeiten.

Von Andrea Stettner

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte

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Kommentare

Sternenhimmel
(0)(0)

Hach herrje, ich wußte gar nich, dass ich so viel verdiene. Heissa morgen steh` ich bei meinem Chef auf der Matte.

DroschkenkutscheAntwort
(0)(0)

Erstens geht es nicht um Ihre persönliche Situation, sondern um statistische Daten.
Durch die Verwendung des Nettogehalts wird das tatsächlich zur Verfügung stehende Einkommen (nach Steuern!) verwendet.
Der Median (50% der Bundesbürger haben ein höheres, 50% haben ein niedrigeres Gehalt) bügelt statistische Ausreißer heraus und ist in dieser Form wesentlich realitätsnäher und zuletzt bewirkt der Abzug der Wohnungskosten, dass man nicht mit künstlich hoch gerechneten Gehältern in Großstädten rechnet, die in erster Linie so hoch sind, weil dort das Wohnen so teuer ist!

BesorgtErAntwort
(0)(0)

Was sollte das bringen wenn ich meine Nebenkosten abziehe, die sind doch bei jedem unterschiedlich, dann kommen noch Mieter , Eigentümer, Untermieter usw. wo sollte diese Rechnung denn hinführen? In die Irre?