Ein Zahnarzt behandelt einen Patienten. Zahnärzte verdienen ein stattliches Gehalt, wenn auch nicht so viel wie andere Ärzte.
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Zahnärzte verdienen ein stattliches Gehalt, wenn auch nicht so viel wie andere Ärzte.

Verdienst-Check

Gehalt: Wie viel verdienen eigentlich Zahnärzte?

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Ein Zahnarzt mit eigener Praxis darf sich über einen üppigen Verdienst freuen. Bei angestellten Zahnmedizinern hängt das Gehalt mitunter vom eigenen Einsatz ab.

Obwohl die meisten Patienten wohl mit gemischten Gefühlen zum Zahnarzt gehen, ist der Beruf für viele ein Traum. Schließlich befreien Zahnärzte ihre Patienten von schlimmen Schmerzen, beraten sie bei der richtigen Zahnpflege und verleihen ihnen mithilfe von Kronen und Bleachings wieder ein strahlendes Lächeln. Auch das Gehalt* von Zahnärzten kann sich sehen lassen. Aber wie viel verdienen Zahnmediziner, sei es angestellt oder mit eigener Praxis, genau?

Einstiegsgehalt als Assistenzarzt

Nach dem Zahnmedizinstudium verdienen die jungen Mediziner zunächst zwei Jahre lang als Assistenzarzt, auch Vorbereitungsassistent genannt, in einer Zahnarztpraxis. Dort arbeiten sie dem Praxisinhaber zu oder betreuen eigene Patienten. Trotz der Verantwortung fällt der Verdienst in den ersten Jahren vergleichsweise niedrig aus: Laut einer Befragung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank verdienen sie durchschnittlich rund 39.100 Euro pro Jahr. Die Übernahmechancen sollen danach relativ gut stehen. Alternativ wechseln fertige Zahnärzte in eine andere Praxis oder Zahnklinik als Angestellte, oder sie gründen ihre eigene Praxis.

Lesen Sie auch: Gehalt: Was verdient ein Assistenzarzt - viele schätzen total falsch.

Gehalt als angestellter Zahnarzt

Als angestellter Zahnarzt erwartet die Mediziner nach ihrer Assistenzstelle ein üppigeres Salär: 71.200 Euro brutto sind hier jährlich drin. Dabei liegt die Gehaltsspanne bei 50 Prozent der befragten Zahnärzte zwischen 50.000 und 82.000 Euro brutto.

In Zahnarztpraxen herrschen dabei zwei unterschiedliche Vergütungsmodelle vor: Festgehalt oder variable Vergütung. Wo liegt der Unterschied?

  • Festgehalt: Der angestellte Zahnarzt erhält jeden Monat ein fest vereinbartes Gehalt. Dieses ist unabhängig von den geleisteten Arbeitsstunden und den behandelten Fällen. Wer mehr verdienen will, muss mit dem Praxisinhaber sein Gehalt neu verhandeln.
  • Variable Vergütung: Auch Umsatzbeteiligung genannt. Hierbei erhält der angestellte Zahnarzt eine prozentuale Beteiligung am selbst erwirtschafteten Honorarumsatz (ausschließlich Sachkosten), meist 25 Prozent. Zusätzlich wird ein vertraglich vereinbartes Festgehalt gezahlt.
    Der Honorarumsatz hängt von der Dauer jedes Behandlungsschritts ab und vom Umfang sowie der Komplexität der Behandlung. Auch die Auslastung der Praxis spielt eine Rolle. Dabei ist die Umsatz­beteiligung häufig an eine Umsatz­schwelle geknüpft. Erst, wenn diese überschritten wird, erhält der angestellte Zahnarzt seine Beteiligung am selbst erwirtschafteten Honorar­umsatz. 

Das Modell der Umsatzbeteiligung mit Fixgehalt führt laut der Deutschen Apotheker- und Ärztebank zu einem höheren Gehalt: Zahnärzte verdienen damit rund 30 bis 50 Prozent mehr als Mediziner mit reinem Festgehalt.

Weitere üppige Gehaltssteigerungen sind als Fachzahnarzt (zum Beispiel Kieferorthopädie, Oralchirurgie) oder mit Zusatzqualifikationen wie Parodontologie oder Endodontie möglich.

Gehalt als selbständiger Zahnarzt

Als Zahnarzt mit eigener Praxis winken die besten Gehaltsaussichten. So liegt hier laut der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) das durchschnittliche Einkommen der Zahnärzte in Deutschland bei rund 161.000 Euro im Jahr.

Lesen Sie auch: Gehalt Arzt: Wie viel verdienen Ärzte in Praxis und Klinik?

Video: So hoch ist das Durchschnittsgehalt der Deutschen

(as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
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