Wer nach der Probezeit mehr Gehalt möchte, braucht gute Argumente.
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Wer nach der Probezeit mehr Gehalt möchte, braucht gute Argumente.

Jobfragen

Mehr Gehalt nach der Probezeit? Drei Gründe, die Ihren Chef überzeugen

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Wem sein Gehalt im neuen Job zu wenige ist, kann nach der Probezeit sein Gehalt nachverhandeln. Dafür braucht es jedoch wirklich gute Argumente.

Mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrags erklären sich Arbeitnehmer mit dem verhandelten Gehalt einverstanden. Doch nicht jeder ist damit zufrieden. Viel fragen sich dann, ob sie nach der Probezeit ihr Jahressalär nachverhandeln können.

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Mehr Gehalt nach der Probezeit? Nur mit den richtigen Argumenten

Tatsächlich wird es nach der Probezeit schwierig, den Chef von einer Gehaltserhöhung zu überzeugen. Schließlich ist die letzte Gehaltsverhandlung erst sechs Monate her. Eine Ausnahme bildet, wenn im Vorstellungsgespräch eine Gehaltserhöhung nach der Probezeit direkt vereinbart wurde: Manche Unternehmen stellen Mitarbeiter mit einem geringeren Einstiegsgehalt an, um die Einarbeitungskosten niedrig zu halten. Nach erfolgreich absolvierter Probezeit erfolgt dann eine Gehaltssteigerung.

Andernfalls lässt sich eine Gehaltsnachverhandlung nach der Probezeit nur damit begründen, wenn sich an den Rahmenbedingungen des Arbeitsvertrags etwas Grundlegendes verändert hat.

  • Höhere Arbeitsleistung: Sie leisten inzwischen mehr als besprochen, Ihre Verantwortung ist gestiegen, ebenso die Arbeitszeit.
  • Neues Berufsprofil: Seit Ihrem Einstieg hat sich Ihr Jobprofil gänzlich geändert und ist mit höheren Anforderungen verbunden.
  • Sie bieten einen Mehrwert: Wer außergewöhnliche Erfolge, Kosteneinsparungen oder Umsatzsteigerungen schon während der Probezeit vorweisen kann, hat die besten Argumente für eine Gehaltsverhandlung.

Lesen Sie auch: Gehaltsverhandlung bei der Beförderung: Wie viel Geld ist drin?

Welche Gründe dagegen sprechen

Wer lediglich seinen Job gut macht und zur Zufriedenheit des Chefs erledigt, wird keinen Erfolg mit seiner Gehaltsforderung haben – gute Leistung ist für Mitarbeiter erwartbar. Ein schlechtes Argument für eine Gehaltsnachverhandlung ist auch, dass man sich im Vorstellungsgespräch unter Wert verkauft hat: „Das ist eigenes Verschulden. Wer seine Hausaufgaben beim Einstellungsgespräch nicht macht, offenbart sich nicht als versierter Leistungsträger“, bestätigen die Experten von karrierebibel.de auf ihrem Blog.

Wie viel Geld kann ich nach der Probezeit verlangen?

Sie gehören zu den Glücklichen, auf die die oben genannte Gründe zutreffen? Dann können Sie als Faustregel zwischen fünf und zehn Prozent mehr Gehalt verlangen. Größere Gehaltssprünge sind erfahrungsgemäß erst nach zwei bis drei Jahren im Job drin –oder bei einem Jobwechsel. Übrigens, wenn Sie ein lukratives Jobangebot erhalten haben, sollten Sie bei bestimmten Warnzeichen wachsam sein. (as)

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Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
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