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Gehaltswunsch in der Bewerbung: Wie formuliert man ihn richtig?

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Von: Andrea Stettner

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Eine angemessene Gehaltsvorstellung zu nennen, ist gar nicht so einfach. Wie viel kann ich verlangen? Und wie formuliere ich den Gehaltswunsch in der Bewerbung?

„Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen inklusive Gehaltsvorstellung an die angegebene Adresse.“ – Schon in der Stellenanzeige werden Bewerber aufgefordert, ihren Gehaltswunsch in der Bewerbung anzugeben. Gar nicht so einfach, schließlich will man den Arbeitgeber nicht mit einer zu unrealistischen Gehaltsvorstellung verschrecken. Wir zeigen, wie Sie die richtige Höhe ermitteln und geben Tipps, wie Sie Ihr Wunschgehalt im Anschreiben am besten formulieren.

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Eine Bewerberin schreibt am Laptop. Bewerber sind bei der Formulierung ihrer Gehaltsvorstellung oft unsicher.
Bewerber sind bei der Formulierung ihrer Gehaltsvorstellung oft unsicher. © Westend61/Imago

Welche Gehaltsvorstellung ist realistisch?

Um einen realistischen Gehaltswunsch zu ermitteln, ist vor allem bei Berufseinsteigern Recherchearbeit angesagt: Welches Gehalt ist in Ihrer Branche und Ihrem Beruf üblich? Anhaltspunkte dazu finden Sie etwa auf Gehaltsportalen. Außerdem sollten Sie die Unternehmensgröße und Ihren Wohnort in die Berechnung mit einbeziehen: In großen Unternehmen wie etwa Konzernen wird in der Regel mehr bezahlt als in kleinen mittelständischen Betreiben. In Bayern oder Baden-Württemberg winken ebenso höhere Verdienste wie in Sachsen oder Brandenburg.

Sind Sie schon länger berufstätig, können Sie laut karrierebibel.de rund 10 bis 20 Prozent zu ihrem bisherigen Gehalt drauf schlagen. Dabei ist natürlich auch Ihre Qualifikation entscheidend: Sind Sie ein echter Experte auf Ihrem Fachgebiet und haben Ihr Können in zahlreichen Projekten bewiesen? Dann können Sie Ihre Gehaltsvorstellung ruhig nach oben schrauben und dies mit Ihrer Expertise vor dem Arbeitgeber auch gut begründen. Natürlich spielt auch die Jobposition eine Rolle: Führungskräfte übernehmen mehr Verantwortung als die Fachkräfte des Teams, besonders, wenn Sie nicht nur die fachliche, sondern auch die personelle Führung inne haben. Und das wird auch entsprechend honoriert. Übrigens, diese Arbeitgeber zahlen in Deutschland das beste Gehalt.

Gehaltsvorstellung angeben: Diese Grundregeln sollten Bewerber beachten

Wenn Sie einen realistischen Gehaltswunsch ermittelt haben, sollten Sie ein paar Grundregeln für die Angabe in der Bewerbung beachten:

TippErklärung
Gehaltsvorstellung nur nennen, wenn dies ausdrücklich gefordert wurde.Die Gehaltsfrage wird ansonsten nur unnötig in den Mittelpunkt gestellt, was einen schlechten Eindruck hinterlassen könnte.
Der Gehaltswunsch steht immer am Schluss des Anschreibens.Zuvor stellen Sie Ihren Marktwert und Ihre Qualifikationen dar. Das macht Ihre Gehaltsvorstellung für Arbeitgeber plausibler.
Geben Sie das gewünschte Gehalt als Jahresgehalt in brutto an.Alle Monatsgehälter zusammengerechnet, inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld, Bonuszahlungen etc. Das Netto-Gehalt unterscheidet sich ohnehin bei jedem, da dies u.a. von der Steuerklasse, Kirchenzugehörigkeit etc. abhängt.
Nennen Sie immer eine konkrete Zahl, keine Gehaltsspanne.Arbeitgeber orientieren sich ohnehin an der kleineren Zahl.
Geben Sie eine krumme Zahl an (zum Beispiel 43.270 Euro)Das soll zeigen, dass der Gehaltswunsch auf genauen Berechnungen beruht und Sie sich genau informiert haben.

Lesen Sie auch: Gehaltspoker: Angebot annehmen oder verhandeln? In diesem Fall lohnt es sich, hart zu bleiben.

Beispiele, wie Sie Ihre Gehaltsvorstellung formulieren können:

Sind alle Fragen geklärt, geht es jetzt ans Eingemachte: Ihre Gehaltsvorstellung sollten Sie kurz und präzise am Ende des Anschreibens formulieren. Hier ein paar Beispiele:

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Beim Gehalt nie zu niedrig pokern

Auch wenn Sie Angst davor haben, wegen Ihrer Gehaltsvorstellung abgelehnt zu werden, sollten Sie diese in der Bewerbung nie zu niedrig angeben: „Das kann als mangelnde Erfahrung und Selbstbewusstsein interpretiert werden“, mahnen die Experten des Personaldienstleisters Robert Half auf ihrem Blog. „Unterdurchschnittliche Bewerber haben immer schlechte Karten auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.“ Und das wäre zu schade. Übrigens, ein einfacher Verhandlungstrick kann Ihnen zu mehr Geld im neuen Job verhelfen. (as)

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