Eine Frau arbeitet in einem Gesundheitsberuf.
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Mitarbeiter von Gesundheitsberufen werden in Europa unterschiedlich gut bezahlt. Frauen verdienen in der Schweiz am besten.

Gehalt, Urlaub, Arbeitszeit

Top-10-Länder für Gesundheitsberufe: In diesem Land geht‘s Frauen am besten – Deutschland nur Platz 18

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Deutschlands Gesundheitswesen ist nicht gerade für üppige Gehälter bekannt. Viele zieht es deshalb ins Ausland. In welchen Ländern Frauen die besten Arbeitsbedingungen vorfinden, zeigt eine Studie.

Ein üppiges Gehalt, moderate Arbeitszeiten und genügend Urlaub, um sich vom stressigen Arbeitsalltag zu erholen: Davon träumen in Deutschland wohl die meisten Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus, wie gerade die Corona-Krise gezeigt hat*: Ärzte, die im Krankenhaus 24-Stunden-Schichten arbeiten und überlastete Pflegekräfte sind hier an der Tagesordnung. Dazu kommt noch eine beachtliche Gender-Pay-Gap, die Frauen beim Gehalt benachteiligt. Viele zieht es deshalb schon während ihrer Ausbildung ins europäische Ausland.

Doch in welchen Ländern arbeitet es sich am besten, gerade für Frauen? Dieser Frage ist eine Studie des Kontaktlinsenanbieters Lenstore nachgegangen, in welcher die Arbeitsbedingungen in 30 europäischen Ländern unter die Lupe genommen wurde. Dabei flossen das Durchschnittsgehalt, die Arbeitszeiten, Anzahl der Urlaubstage sowie der Prozentsatz von Frauen im Sektor in die Bewertungen mit ein.

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Top 10: Arbeitsbedingungen für Frauen im Gesundheitswesen – Frankreich auf Platz eins

Das Ergebnis: Deutschland schneidet im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern nur mittelmäßig ab. Im Ranking um die besten Arbeitsbedingungen für Frauen im Gesundheitswesen belegt die Bundesrepublik lediglich Platz 18. Das Siegerpodest erklimmt dagegen Frankreich, gefolgt von den Niederlanden und Finnland. Hier das Ergebnis im Überblick:

PlatzLand
1Frankreich
2Niederlande
3Finnland
4Slowenien
5Dänemark
6Großbritannien
7Lettland
8Estland
9Spanien
10Schweden

Quelle: Lenstore.de

Frankreich punktet in der Studie mit üppigen 34 Urlaubstagen und der höchsten Anzahl an Frauen, die Medizin studieren. Niederländische Ärztinnen weisen die niedrigste wöchentliche Arbeitszeit mit nur 25 Stunden auf. Sie bekommen ein Durchschnittsgehalt von 42.276 Euro. Und mit einem Prozentsatz von 86% hat Finnland die höchste Anzahl an Frauen, die im Gesundheitswesen arbeiten.

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Top 5: Gehalt für Frauen im Gesundheitswesen – Schweiz schneidet am besten ab

Wer vor allem sein Gehalt aufstocken will, der sollte als Frau im Gesundheitswesen einen Arbeitsplatzwechsel in die Schweiz vornehmen. Hier verdienen Frauen laut der Studie am besten:

PlatzLandGehalt
1Schweiz72.218 Euro
2Island71.422 Euro
3Luxemburg67.666 Euro
4Dänemark50.066 Euro
5Irland43.274 Euro

Quelle: Lenstore.de

Deshalb schneidet Deutschland so schlecht ab

Warum schafft es Deutschland im europäischen Vergleich nur auf Platz 18? Dies liegt laut der Untersuchung von Lenstore zum einen daran, dass Deutschlands Gender Pay Gap mit 25 Prozent recht hoch ist Zum anderen stehen Frauen lediglich 22 Urlaubstage im Durchschnitt zu. In Sachen Gleichberechtigung im Gesundheitswesen kann Deutschland also durchaus noch etwas von seinem Nachbarland Frankreich lernen. (as)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Quelle: Lenstore.de

Gehalt: Zehn Berufe, die am schlechtesten bezahlt werden

Platz 10: Berufskraftfahrer/-in mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 28.775 Euro.
Platz 9: Zahnarzthelfer/-in mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 28.664 Euro.
Platz 8: Koch / Köchin mit einem  durchschnittlichen Jahresgehalt von 27.089 Euro.
Platz 7: Rezeptionist/-in mit einem  durchschnittlichen Jahresgehalt von 26.776 Euro.
Gehalt: Zehn Berufe, die am schlechtesten bezahlt werden

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