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Sind fiese Gerüchte in Umlauf, sollten Betroffene zum Chef gehen und nachfragen.

Beruf & Karriere

Gift am Arbeitsplatz: So schützen Sie sich gegen Klatsch und Tratsch

Jeder tratscht einmal. Doch manche Gerüchte sind richtig fies. Wie können sich Beschäftigte zur Wehr setzen, die davon Opfer werden? Und wie hilft man anderen?

Der Kollege bekommt eine Gehaltserhöhung, er muss also mit dem Chef befreundet sein. "Solche Gerüchte verflüchtigen sich nicht von selbst", sagt Christiane Stempel, Arbeitspsychologin an der Universität Leipzig. Sie rät, bei Tratsch sofort zu reagieren. Aber wie?

Mancher überlegt, den Verursacher direkt anzusprechen, wenn er ihn kennt. Doch in vielen Fällen bringe das nichts. Wenn die Person wirklich eine schlechte Absicht habe, lässt sie davon nicht ab. Denn sie verspricht sich einen Vorteil von dem Gerücht. Doch nicht alle Gerüchte haben einen bösen Ursprung. Auch aus Unsicherheit reimen sich Kollegen häufig etwas zusammen.

In beiden Fällen rät Stempel, nicht passiv zu bleiben, sondern direkt zum Chef zu gehen. Im Gespräch kann der Mitarbeiter zum Beispiel sagen: "Mir ist aufgefallen, dass über mich Gerüchte verbreitet werden, die keinerlei Hand und Fuß haben. Dem würde ich gerne entgegenwirken, was kann ich tun?" Es sei dann die Aufgabe des Vorgesetzten, den Gerüchten einen Riegel vorzuschieben. Er könne zum Beispiel eine Teamsitzung einberufen, in der er deutlich macht, dass er so ein Verhalten nicht duldet. Dabei können sich Kollegen untereinander aussprechen und Unsicherheiten mit der Führungskraft klären.

Auch wer Tratsch über andere mitbekommt, sollte einschreiten. Mitarbeiter können zum Beispiel sagen: "Nein, das habe ich anders gehört" oder "Da würde ich noch mal nachfragen." Wer sich so positioniert, macht klar, dass er gegen Intransparenz ist und hilft, Verunsicherung in der Abteilung einzudämmen.

dpa

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