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Augen auf bei der Berufswahl: Ein hohes Einkommen bietet nicht jeder Job.

Der große Gehalts-Check

So viel verdienen die Münchner in ihren Berufen - stimmen Sie zu?

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Über Geld redet man ja nicht – oder etwa doch? Immer mehr Menschen sind offenbar gar nicht so schweigsam, wenn es ums Gehalt geht und geben ihren Bruttoverdienst beim Onlineportal gehalt.de an. Deshalb können die Experten dort recht genau abbilden, wie sich die Gehälter in Deutschland und auch in den einzelnen Regionen entwickeln.

Wir erklären die wichtigsten Ergebnisse:

Der Westen hängt den Osten weiter ab: Auch im 27. Jahr nach der Wiedervereinigung können die Arbeitnehmer im Osten von einem ähnlich hohen Lohnniveau wie im Westen nur träumen. Das durchschnittliche Jahresgehalt für alle Fachkräfte in den alten Bundesländern liegt bei 46 835 Euro, in den neuen Bundesländern sind es 37.373 Euro. „Damit verdienen Beschäftigte im Westen ein Viertel mehr Gehalt als ihre Kollegen im Osten der Republik“, rechnet Philip Bierbach, Geschäftsführer von gehalt.de, vor. Und das ist nur der Durchschnittswert – je nach Beruf und Branche kann die Lohnlücke sogar noch größer ausfallen.

Hochlohnstadt München: Es mag nicht weiter verwundern, dass die Löhne in der bayerischen Landeshauptstadt höher ausfallen als im großen Rest der Republik. Allerdings reißt München auch den bayerischen Durchschnittslohn in die Höhe: Eine Fachkraft in Bayern inklusive München verdient durchschnittlich 44.605 Euro im Jahr. Ohne die Landeshauptstadt liegt der Verdienst bei 41.403 Euro im Schnitt. Das ist ein Unterschied von rund 3.200 Euro (7 Prozent). „Obwohl es in Bayern sehr starke Industrien gibt, ist es vor allem der kapitalstarke Arbeitsmarkt in der Landeshauptstadt München, der für deutlich höhere Gehälter in diesem Bundesland sorgt“, so Bierbach. Interessant: Nicht alle Landeshauptstädte haben einen solch positiven Effekt auf das Durchschnittseinkommen ihres Bundeslandes. Rechnet man Wiesbaden aus den hessischen Werten heraus, ändert sich quasi nichts. Wenn man dagegen das Saarland von seiner Hauptstadt Saarbrücken trennt, steigt der statistische Durchschnittslohn für Führungskräfte gar um 1,7 Prozent.

Berlin ist angesagt: Die Ausnahme im Osten ist Berlin: Hier liegen die Gehälter mit 41.020 Euro auf überdurchschnittlichem Niveau. Im Vergleich zu den neuen Bundesländern erhalten Berliner rund zehn Prozent mehr Gehalt. „Berlin hat eine starke Anziehungskraft insbesondere für junge Menschen“, sagt Bierbach über das Start-Up-Mekka.

Durschnittsgehalt (brutto) für 100 Berufe in München

Die Vergleichsplattform gehalt.de hat aus den Angaben tausender Nutzer die Durchschnittsgehälter (brutto) für diese 100 Berufe ermittelt.

Altenpflege

2822 €

Android-Entwickler

4209 €

Anzeigenberater

3610 €

Apotheker

5028 €

Arbeitsvermittler

3851 €

Architekt

3829 €

Arzthelfer

2625 €

Assistenzarzt

5519 €

Außenhandelskaufmann

2916 €

Automobilverkäufer

3384 €

Bademeister

2321 €

Baggerfahrer

3080 €

Bankkaufmann

3966 €

Bauzeichner

2963 €

Bäcker

2572 €

Biochemiker

4630 €

Buchhalter

3341 €

Busfahrer

2554 €

Chefarzt

17958 €

Chefkoch

2724 €

Chemielaborant

3910 €

Chemiker

6458 €

Chirurg

8355 €

Creative Director

5135 €

Dachdeckermeister

4642 €

Datenbank-Entwickler C/C++

4759 €

Debitorenbuchhalter

3089 €

Designer

4071 €

Detektiv

2350 €

Diplom-Betriebswirt

3972 €

Drucker

3389 €

Einzelhandelskaufmann

2371 €

Elektriker

3105 €

Empfangskraft

2321 €

Erzieher

3149 €

Eventmanagement

3481 €

Facharzt

7891 €

Fahrlehrer

3132 €

Florist

2017 €

Flugbegleiter

4253 €

Fluglotse

12744 €

Friseur

1824 €

Grafik Designer

2990 €

Grundschullehrer

3761 €

Gymnasiallehrer

5128 €

Hausmeister

2599 €

Hebamme

3323 €

Hedge Fonds Manager

7375 €

Heilpraktiker

3104 €

Industriekaufmann

3193 €

Informatiker

5114 €

Ingenieur (Elektrotechnik)

5608 €

Java-Entwickler

4199 €

Justiz-Fachangestellter

3204 €

Juwelier

2526 €

Kanalreiniger

3055 €

Kfz-Mechaniker

2508 €

Krankenpfleger

3238 €

Logopäde

2542 €

Lokführer

3129 €

Maurer

3196 €

Nageldesigner

1874 €

Oecotrophologe

3433 €

Offizier

6108 €

Optiker

4603 €

Orthopäde

8168 €

Pastor

3481 €

Polizist

4061 €

Postbote

2443 €

Psychologe

4384 €

Putzfrau

1864 €

Regieassistent

2437 €

Reiseverkehrskaufmann

3530 €

Richter

5657 €

Schlosser

2990 €

Schornsteinfeger

3777 €

Schreinermeister

3629 €

SEO Spezialist

3615 €

Sekretär

2875 €

Social Media Redakteur

3249 €

Souffleur

3880 €

Sozialpädagoge

2883 €

Staplerfahrer

2365 €

Textildesigner

3771 €

Tischler

2785 €

Toningenieur

5033 €

Uhrmacher

2509 €

Umzugshelfer

1958 €

Vermessungsingenieur

3968 €

Versicherungsmakler

4061 €

Vertriebsinnendienst

3394 €

Verwaltungsfachangestellter

3269 €

Volkswirt

6381 €

Webdesigner

3197 €

Werbekaufmann

3324 €

Wirtschaftsinformatiker

4346 €

Yogalehrer

3417 €

Zahntechniker

2743 €

Berufe auf der roten Liste

Die Arbeitswelt wandelt sich – für einige Tätigkeiten ist diese Veränderung besonders dramatisch. Die US-Webseite Career Cast hat eine Liste der zehn am stärksten gefährdeten Berufe erstellt. Zwar bezieht sich die Seite auf die Prognosen des US-Arbeitsministeriums für das Jahr 2024, die Trends in Amerika aber mit denen in Deutschland vergleichbar. Das ist die rote Liste der gefährdeten Tätigkeiten:

Postzusteller: Weniger Menschen schreiben Briefe, außerdem bleibt auch der Briefträger bleibt von der Automatisierung nicht verschont. Die Zahl der Beschäftigten soll bis 2024 um 28 Prozent sinken!

Schreibkräfte: Reine Schreibkräfte sind seit Jahren auf dem Rückzug – ihre Tätigkeiten fließen in andere Verwaltungs- und Bürojobs mit ein. 18 Prozent weniger Arbeitsplätze erwarten die Statistiker.

Ableser: Früher musste in jedem Haushalt der Gas-, Strom- oder Wasserzähler abgelesen werden. Heute melden die Geräte den Stand selbst – 15 Prozent weniger Jobs!

Disk Jockeys: Virtuose Plattenkünstler werden weiter gut zu tun haben – für den Hausgebrauch tut’s die automatisch erstellte Playlist. Der erwartet Rückgang liegt bei 11 Prozent.

Juweliere: Der Handel wandert immer stärker ins Internet. Die Folge: 11 Prozent der Juweliere wird bis 2024 ihren Job verlieren.

Versicherungsvertreter: Mittelsmänner sind besonders von der Digitalisierung bedroht. Vergleichsportale machen ihnen Konkurrenz – 11 Prozent Rückgang!

Näher: Neu kaufen statt reparieren – 9 Prozent der Schneider werden diesem Konsumverhalten zum Opfer fallen.

Rundfunksprecher: Weniger Anstalten und mehr Konkurrenz bedeuteten ein Minus von 9 Prozent der Stellen.

Zeitungsreporter: Werbe- und Abo-Erlöse sinken, daher sind 8 Prozent der Jobs gefährdet.

Computerprogrammierer: Reine Prorammierer sind selten geworden, einfache Aufgaben erledigen Maschinen. Die Folge: 8 Prozent weniger Jobs!

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