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Etwa jeder Zweite empfindet das Arbeiten in einer Zwangshaltung als körperliche Belastung. Foto: Ole Spata

Körperliche Belastung

Die Hälfte aller Beschäftigten arbeitet oft im Stehen

Den ganzen Tag im Sitzen zu arbeiten, kann den Rücken belasten. Doch auch langes Stehen führt häufig zu Problemen. Wie sehr die Beschäftigen körperlich beansprucht sind, zeigt eine Umfrage.

Dortmund (dpa/tmn) - Relativ viele Beschäftigte sind bei der Arbeit körperlich gefordert. Das zeigt eine Auswertung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA).

Demnach muss gut die Hälfte (54 Prozent) der Beschäftigten häufig im Stehen arbeiten. Vier von zehn (39 Prozent) Befragten arbeiten oft mit den Händen. Etwa jeder Vierte (23 Prozent) muss bei der Arbeit schwere Lasten tragen oder heben. Eine Zwangshaltung, wie eine gebückte oder kniende Stellung, nehmen rund 17 Prozent der Beschäftigen ein.

Nicht immer wird körperliche Anstrengung als strapazierend wahrgenommen. Geht es um die Arbeit mit den Händen und im Stehen überwiegt der Anteil derer, die das nicht belastet (80 und 73 Prozent). Schweres Heben und Tragen oder in einer Zwangshaltung zu arbeiten, ist jedoch jeweils für etwa jeden Zweiten eine Beanspruchung (53 und 52 Prozent).

Gesundheitliche Beschwerden durch starke körperliche Belastung bei der Arbeit können Berufstätige vermeiden, indem sie ihren Arbeitsplatz ergonomisch gestalten, erläutert die BAUA. Beim schweren Heben sollten sie Trage- und Transporthilfen benutzen. Genauso wichtig ist es, rückenschonende Hebe- und Tragetechniken anzuwenden, gezielte Ausgleichsbewegungen zu machen und Pausen einzuhalten.

Die Daten basieren auf der BIBB/BAUA-Erwerbstätigenbefragung 2018. Dabei handelt es sich um eine repräsentative Erhebung unter rund 20.000 Erwerbstätigen in Deutschland.

Faktenblatt BIBB/Baua

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