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Ein besonderes Stadion für Sportler: David erklärt dir auf der Internetseite „Archiraum.de“ – und jetzt auch auf dieser Kinderseite – berühmte Bauwerke. Hier steht er mit einem Hammer auf dem Dach des OlympiaStadions in München. Wenn du genau hinschaust, fällt dir auf, dass es wie ein Spinnennetz aussieht: Es hängt mit Stahlseilen an 58 Masten.

„Du kannst alles ausprobieren!“

Hier wird Kindern Architektur erklärt

„Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein.“ In dem Lied geht es um fleißige Handwerker. Doch bevor die loslegen können, braucht es einen Plan. Den machen Leute wie Emanuela Parma. Die Architektin verrät hier, wie der geht. Und was du auf ihrer Internet-Seite „Archiraum.de“ entdecken kannst, die sie zusammen mit Bettina Gebhardt gebastelt hat.

Also: Das Wort „Architektur“ klingt nicht bayerisch. Was bedeutet es?

Einfach gesagt ist Architektur die Umgebung, in der wir leben. Wenn du morgens im Bett aufwachst, sitzt du in einem Zimmer, das Teil eines Hauses ist – und das Haus ist Architektur. Ich als Architektin staple für ein Haus nicht selbst die Steine übereinander. Ich überlege mir die Größe der Räume, ob das Haus aus Holz, Backstein oder Glas gebaut wird, wie es aussehen und welche Form und Farbe es haben soll. Danach rollen die Bagger an.

Spielt ein Architekt auch mit Bauklötzen?

Emanuela Parma ist Architektin.

Natürlich, das macht viel Spaß! Wenn ein Architekt ein Haus plant, baut er oft zuerst ein Modell. Das ist eine kleine Version des Hauses. Dabei versuche ich Holz- oder Styropor-Stücke so zusammenzustellen, dass am Ende ein schönes Haus herauskommt. So bekomme ich ein Gefühl dafür, wie es später auf die Menschen wirkt.

Wie entstehen deine Ideen? Sitzt du viel in Parks und zeichnest?

Manchmal schon, aber ich schaue mir auch alte Gebäude an und überlege, was ich für das neue Haus übernehmen könnte. Ein Architekt sollte dem späteren Bewohner zuhören, wie er sein Haus haben will.

Hast du einen Tipp, wie ich einen mannshohen Turm selber bauen kann?

Um sicher zu stehen braucht dein Turm starke Füße. Achte darauf, mit den untersten Steinen eine stabile Auflage zu bauen, dann kann der Turm zum Himmel wachsen. Damit der Turm nicht kippt, solltest du die untersten Steine breit legen und erst dann hoch bauen. Auch solltest du dir überlegen, ob der Turm dick werden oder durch ihn Licht strömen soll. Dann solltest du die Bauklötze so stapeln, dass ein Loch entsteht. Du kannst alles ausprobieren!

Was ist beim Turm von Pisa schiefgelaufen?

Der Boden war zu sandig! Schon während der Bauarbeiten gab er nach, der Turm stellte sich schräg und ist dann teilweise eingesunken. Dann kam jemand auf die Idee, auf der anderen Seite eine Art Gleichgewicht mit zwei Seilen zu schaffen und der Turm konnte zu Ende gebaut werden.

Wohnst du selbst in einem Iglu oder Baumhaus?

Ohohoho, ich wohne nicht in einem Iglu. Ich wohne in einem alten Haus, dass ich umgestaltet habe. Ein Iglu würde in Deutschland, besonders im Sommer, schmelzen und in einem Baumhaus wäre es mir im Winter zu kalt. Für mich ist die Form des Raumes und das Licht am Wichtigsten.

Warum gibt es ein Iglu auf deiner Internetseite „Archiraum.de“?

Warum bauen Menschen Häuser? Weil sie sich vor dem Wetter schützen wollen. Ein Iglu ist ein gutes Beispiel dafür, wie auch du mit einfachen Materialien ohne besondere Werkzeuge ein Haus bauen kannst. Auf der Seite kannst du aber nicht nur lernen, sondern es geht vor allem ums Spielen und Punkte sammeln. Am Ende kannst du eine Stadt bauen oder zum Mars fliegen.

Ich kann auf der Seite auch ins All fliegen?

Ja, bald können wir das alle! Deswegen plant man heute schon, wie du später auf dem Mond oder auf dem Mars leben kannst. Auf „Archiraum.de“ schauen wir also in die Zukunft.

Und wieso kann ich auf ein Windrad klicken?

Ist dir noch nie aufgefallen, dass in Bayern unzählige rumstehen und sich drehen? Hier lernst du den Grund dafür kennen. So wird nämlich Energie gewonnen, damit in deinem Zimmer die Schreibtischlampe brennen kann. Du kannst auch auf einen Baum auf der Seite klicken. Dann erfährst du, warum es auch in der Stadt grüne Parks gibt.

Ich habe auf der Seite einen Toten gesehen ...

Ja, aber das Spiel ist nicht gefährlich! (Lacht.) Der tote Mensch ist ein Skelett. Wir alle haben eines unter unserer Haut, und Häuser eben auch. Bei ihnen sorgt das Skelett dafür, dass die Gebäude nicht zusammenbrechen. Das Skelett kann aus Holz, Beton, Stahl oder Backstein sein.

Auf der Seite erzählen Gebäude Geschichten. Seit wann sprechen Häuser?

Häuser haben eine eigene Sprache, du musst sie nur verstehen! So solltest du dir zum Beispiel die Vorderseite eines Gebäudes anschauen: Sind die Fenster besonders? Wie sieht das Dach aus? Welche Materialien wurden verwendet? All das kann dir erzählen, wann oder wozu das Gebäude gebaut wurde.

Das Gespräch führte Angelika Mayr.

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