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Immer weniger arbeiten daheim

Home-Office? Das war einmal

Berlin - Jahrelang war es ein Trend, Angestellte zu Hause arbeiten zu lassen – doch das war einmal: In Deutschland arbeiten immer weniger Menschen von zu Hause aus.

Wie aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervorgeht, arbeiteten 2012 rund 4,7 Millionen Erwerbstätige überwiegend oder gelegentlich in den eigenen vier Wänden. Das waren 800 000 Menschen weniger als 2008. Die Heimarbeit ging demnach flächendeckend zurück, unabhängig von Beruf, Geschlecht oder Familienstand.

„Das sind vor allem gut qualifizierte Arbeitskräfte, die einen Teil ihrer Arbeit zu Hause verbringen und einen anderen Teil in der Werkstatt, in der Schule, im Büro“, sagte DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke. Mit der klassischen Heimarbeit, „wo die ganze Familie um den Tisch saß und irgendwelche Sachen gestrickt, gehäkelt oder zusammengebauthat“, habe dies nichts mehr zu tun. Damit läuft die Entwicklung gegen den europäischen Trend. Sowohl in skandinavischen Ländern als auch in Großbritannien, Frankreich oder der Schweiz hat Heimarbeit nach DIW-Angaben stetig zugenommen.

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