+
Viele Arbeitnehmer wünschen sich, teilweise von zuhause aus zu arbeiten.

Blickpunkt Arbeitsrecht

Muss der Chef Homeoffice erlauben?

München - Arbeitnehmer sind bei flexiblen Arbeitszeitmodellen in der Regel auf das Einverständnis ihres Chefs angewiesen. Einen gesetzlichen Anspruch haben sie nicht.

Das erklärt die Fachanwältin für Arbeitsrecht Nathalie Oberthür.

Etwas anderes gilt nur, wenn eine entsprechende Regelung in einer Betriebsvereinbarung festgeschrieben ist. „Darin ist jedoch meist keine Verpflichtung des Arbeitgebers enthalten.“ Vielmehr sei häufig nur festgelegt, dass es für Mitarbeiter grundsätzlich die Möglichkeit gibt, im Homeoffice zu arbeiten oder sich in einem Job-Sharing-Modell mit einem Kollegen eine Stelle zu teilen. Der Chef muss aber im konkreten Fall immer noch zustimmen.

Selbst wenn bereits ein Kollege in der Abteilung von zu Hause aus arbeiten darf, muss der Chef dies anderen Mitarbeitern nicht erlauben. „Es gibt in dem Fall keinen Anspruch auf Gleichbehandlung“, so Oberthür. Das wäre nur der Fall, wenn alle Mitarbeiter einer Abteilung im Homeoffice arbeiten und der Vorgesetzte es einem einzigen Angestellten verweigert.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warum Sie Karriere machen, wenn Sie öfters Nein sagen
Wer im Job immer zu allem Ja und Amen sagt, bringt weder sich noch die Firma voran. Warum Sie ab sofort Nein sagen sollten - und wieso Sie davon profitieren.
Warum Sie Karriere machen, wenn Sie öfters Nein sagen
Mit Zahl im Kopf: Gehaltsverhandlung gut vorbereiten
"Ich hätte gerne mehr Geld." - "Wie viel denn?" Vor Gehaltsverhandlungen sollten sich Arbeitnehmer eine gute Antwort auf diese Frage zurechtlegen. Die zu finden, ist …
Mit Zahl im Kopf: Gehaltsverhandlung gut vorbereiten
Zehn fiese Bewerbungsfragen, die Sie provozieren sollen
Personaler schocken Bewerber gerne mit unvorhergesehenen Fragen. Wir haben für Sie ein paar knifflige Beispiele gesammelt, auf die Sie gefasst sein sollten.
Zehn fiese Bewerbungsfragen, die Sie provozieren sollen
Krankmeldung - Das müssen Sie beachten 
Der Kopf dröhnt und die Nase läuft. An Arbeit ist heute nicht zu denken. Doch Vorsicht: Bei der Krankmeldung müssen Sie einige Spielregeln beachten.
Krankmeldung - Das müssen Sie beachten 

Kommentare