Immer mehr Gründer mit ausländischen Wurzeln

Frankfurt/Main - Menschen mit ausländischen Wurzeln wagen in Deutschland immer häufiger den Schritt in die Selbstständigkeit.

Nach Zahlen der staatlichen KfW-Bankengruppe hatten im vergangenen Jahr 184 000 Menschen und damit 22 Prozent aller Unternehmensgründer in Deutschland einen Migrationshintergrund. “Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Gründer mit Migrationshintergrund um 15 Prozent gestiegen, bei einem generellen Rückgang der Gründerzahl um 11 Prozent“, teilte die KfW am Mittwoch in Frankfurt mit.

Zur Begründung sagte KfW-Direktorin Margarita Tchouvakhina: “Viele Migranten, insbesondere wenn sie über keinen in Deutschland anerkannten Bildungs- und Berufsabschluss verfügen, konnten offenbar nicht in gleichem Maße von den guten Arbeitsmarktbedingungen profitierten wie Deutsche.“

Mehr als jeder dritte (35 Prozent) Existenzgründer mit ausländischen Wurzeln mache sich als Dienstleister selbstständig, etwa als Friseur oder Fotograf. Unter den Deutschen liege der Anteil des Bereichs “persönliche Dienstleistungen“ bei 30 Prozent.

Von 2008 bis 2011 ging knapp ein Viertel aller Gründungen mit Migrationshintergrund auf Menschen türkischer Staatsangehörigkeit zurück. Fast jeder Zehnte kam aus Russland. “Die Zuwanderung aus EU-Ländern, die von der Finanz- und Schuldenkrise schwer betroffen sind, hat sich im Jahr 2011 deutlich erhöht“, betonte Tchouvakhina: “Wir erwarten in den kommenden Jahren einen Anstieg der Gründungen durch diese Gruppen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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