Jeder vierte abhängig Beschäftigte ist über 50

Duisburg - Jeder vierte sozialversicherungspflichtige Beschäftigte gehört in Deutschland zum Kreis der über 50-Jährigen. Das sind 7,2 Millionen Menschen.

Vor zehn Jahren war es noch etwa jeder Fünfte oder zum damaligen Zeitpunkt umgerechnet 5,2 Millionen, berichtete am Mittwoch das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) in Duisburg. Das Institut geht davon aus, das der Anteil der Ü50-Beschäftigten weiter steigen wird. Als Gründe nannte IAQ-Forscher Martin Brussig die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt ein höheres Alter erreichten, sowie den Trend zum späteren Renteneintritt.

Bis zum Erreichen des bisher geltenden Rentenalters von 65 Jahren arbeite dennoch nur eine Minderheit. Die Altersverteilung sieht in den Branchen unterschiedlich aus. So sind in der öffentlichen Verwaltung 40 Prozent der Beschäftigten über 50 Jahre alt. Im Gastgewerbe sind es dagegen nur 18 Prozent.

Höherqualifizierte arbeiten, so heißt es in der Studie, im Alter länger als Geringqualifizierte. Zum einen seien hohe Qualifikationen nachgefragt. Zum anderen scheiden in manchen Branchen geringer Qualifizierte wegen harter Arbeitsbedingungen früher aus. Von den knapp 82 Millionen Menschen in Deutschland sind laut Studie rund 40 Millionen erwerbstätig. 27,7 Millionen davon sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Die Übrigen sind Selbstständige, mithelfende Familienangehörige, Beamte oder Minijobber. Die Studie hat das Arbeitsinstitut der Universität Duisburg-Essen im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung des DGB und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung erstellt.

dpa

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