Schlimme Diagnose für Markus Maria Profitlich: „Will Erkrankung nicht verbergen“

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Für ein Jobangebot können 140 Zeichen durchaus ausreichen – bisher ist Twitter aber nur eine Nische auf dem Stellenmarkt.

Jobsuche 2.0: Mit Twitter zum Erfolg

Hamburg – Wichtige Nachrichten müssen nicht lang sein. Für Stellenangebote per Twitter reichen 140 Zeichen. „Twitter ist ein weiterer Kanal für Arbeitgeber, um darauf aufmerksam zu machen, dass sie jemanden suchen“, sagt Svenja Hofert, Karriereberaterin aus Hamburg.

„Und es ist ein Tool, das in einer bestimmten Zielgruppe sehr anerkannt ist.“

Twitter dient dem Austausch von Informationen, von denen die Twitterer denken, dass sie auch für andere interessant sein könnten. Das kann auch ein Stellenangebot sein. Zur Zeit ist Twitter zugegebenermaßen noch eine Nische auf dem Stellenmarkt. „Und dort sind in aller Regel auch nur Stellen zu finden, die anderswo ebenfalls angeboten werden“, sagt der Social-Media-Experte Tim Schlüter.

Der große Nachteil von Twitter sei, dass eine aktive gezielte Suche nach Stellen – zum Beispiel in einer bestimmten Region – nicht möglich ist, sagt Jan-Hinrik Schmidt vom Hans- Bredow-Institut für Medienforschung in Hamburg. Der Vorteil sei der Schneeballeffekt: Durch häufiges Retweeten verbreite sich der Stellenhinweis schnell.

In vielen Branchen kann es nach Einschätzung von Tim Schlüter ein Vorteil sein, mit dem Arbeitgeber über Twitter in Kontakt zu treten und dadurch zu zeigen „Ich kenne mich damit aus“. Das gelte zum Beispiel für Berufe rund um technische Kommunikation. „Und für Marketing, PR, Pressestellen oder auch für Hochschulen.“

Es gehe dabei nicht nur um Stellen für Praktikanten und Trainees, sagt Tobias Kärcher. Er ist für Social Media beim Hamburger Personalberatungsunternehmen atenta verantwortlich, das Jobtweet, die erste Twitter-Stellensuchmaschine, entwickelt hat. „Die Unternehmen bieten oft auch reguläre Jobs an.“ Die Hoffnung der Arbeitgeber ruht dabei nicht nur auf den eigenen Followern: „Eine Stellenanzeige lebt davon, dass sie retweetet wird“, sagt Kärcher.

Viele Unternehmen von Daimler bis zur Deutschen Bahn twittern Hinweise auf offene Stellen. „Das kann man sich sogar ansehen, ohne bei Twitter angemeldet zu sein“, sagt Tim Schlüter. Wer angemeldet ist, kann Follower solcher Unternehmen werden, also alle Tweets von ihnen zu sehen bekommen.

„Mitteilungen auf Twitter haben mehr Marktplatzcharakter. Da kann das prinzipiell jeder sehen“, sagt Tim Schlüter. Das sollte man natürlich im Hinterkopf haben: Die eigenen Tweets werden auch von Google gefunden. Wer diskret nach einer Stelle suchen will, sollte das also lieber nicht über Twitter tun.

Tobias Kärcher empfiehlt, bei Unternehmen, die als Arbeitgeber infrage kommen, Follower zu werden. Oft gebe es dort zum Beispiel Hinweise auf Jobmessen. „Aber man muss auch aktiv netzwerken und sich Leute suchen, die einem vielleicht einen Job anbieten könnten.“

ANDREAS HEIMANN

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