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Angst vor einem neuen Job? Werden Sie sich ihrer eigenen Stärken bewusst.

Mut zum Neuanfang

Raus aus der Deckung: So klappt der Jobwechsel

Augsburg - Wer sich beruflich verändern will, bekommt es häufig mit der Angst zu tun. Was können Berufstätige tun, um ihre Ängste zu überwinden und einen Neuanfang zu wagen? Experten geben Tipps.

Wer unzufrieden in seinem Job ist und einen Neuanfang plant, muss vieles bedenken: Wohin könnte der Wechsel führen? Wird dort wirklich alles besser? Was könnte schiefgehen? „Solche Veränderungsprozesse können Angst machen, das schützt ein Stück weit auch vor Selbstüberschätzung“, sagt Ellen Pachabeyan, Psychologin und Business-Coach aus Berlin. Entscheidend sei, sich davon nicht lähmen zu lassen.

Selbstbewusstsein stärken

Beim Thema Angst spielen Persönlichkeit und bisherige Erfahrungen eine große Rolle. Wer eher der sorgenvolle Typ ist und schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, nimmt die Gefahren und Probleme stärker wahr als die Chancen.

EXPERTENTIPP:

Pachabeyan empfiehlt, sich die eigenen Stärken bewusstzumachen. „Ich würde mir überlegen, welche Fähigkeiten und Kompetenzen ich entwickelt habe - nicht nur im Beruf, sondern auch in anderen Lebensbereichen.“ Nützlich sei außerdem ein Blick in die Vergangenheit: Wer schon früher starke Veränderungen bewältigt hat, kann aus dieser Erfahrung Selbstvertrauen schöpfen.

Risiken und Chancen abwägen

Riskant kann es sein, zu lange an einem Arbeitsplatz festzuhalten. Eine jahrelange Festanstellung biete kaum noch Sicherheit, warnt Christoph Burger, Diplom-Psychologe und Karriereberater in Stuttgart. Im Gegenteil: Wer niemals von sich aus wechselt, wirke unflexibel.

EXPERTENTIPP:

Arbeitnehmer sollten in einem Jobwechsel nicht nur die Risiken sehen, sondern auch die Chancen. „Karriere macht nur, wer planvoll wechselt und nicht irgendwann dazu gezwungen wird“, sagt Burger. Studien zeigen, dass gezielte Jobwechsel häufig zu Gehaltssteigerungen führen.

Die Zukunft visualisieren

Wer an Veränderungen denkt, hat dabei meist ein Ziel im Kopf - doch nicht unbedingt auch vor Augen. Stattdessen malen sich viele Menschen genau aus, was alles passieren kann.

EXPERTENTIPP:

Wenn Katastrophen-Fantasien hochkommen, sollten Betroffene das konsequent durchspielen, rät Pachabeyan. „Was könnte schlimmstenfalls passieren - und was kommt danach? Dann merkt man meistens, dass das Leben auch dann weitergeht.“ Eine andere Möglichkeit sei es, sich die Wunschzukunft auszumalen, empfiehlt Karriereberaterin und Autorin Cornelia Topf aus Augsburg: „Wer das Positive vor seinem inneren Auge visualisiert, all die Vorteile, die das Neue bringen kann, verringert die inneren Ängste.“

Keine Angst vor Rückschlägen

Selbst unzufriedenen Arbeitnehmern fällt die Trennung vom alten Arbeitsplatz oft schwer. Denn noch bieten die ungeliebten Aufgaben und Strukturen ein gewisses Maß an Routine und Sicherheit.

EXPERTENTIPP:

Dabei bedeute so ein Wechsel nicht das Ende, sagt Topf. „Ich verkaufe ja nicht meine Seele.“ Vielmehr bringe jede Veränderung neue Kontakte und Chancen mit sich. „Es kommt sogar vor, dass jemand später wieder bei seinem früheren Arbeitgeber anfängt und dort mit den neuen Erfahrungen eine interessantere Aufgabe bekommt.“ Umso wichtiger sei es, vor dem Wechsel einen guten Abschluss zu schaffen.

dpa

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