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Wer hätt's gedacht: Kleingeldsucher sind bei Kassierern oft genauso unbeliebt wie bei den wartenden Kunden.

Drängler und Kleingeldzähler

Kassiererin verrät: Solche Kunden hätte sie gerne öfter

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Es gibt die ungeduldigen Kunden an der Kasse, die mit dem vielen Kleingeld und die, die den Joghurt doch nicht mehr wollen. Doch welche Kunden wollen die Kassierer?

"Liebe Kunden, wir öffnen Kasse 2 für Sie. Bitte legen Sie Ihre Einkäufe bereits auf das Kassenband." Solche Durchsagen vernehmen genervte Einkaufende bei Aldi, Lidl und Co. natürlich gerne. Aber man sollte diese Durchsage vielleicht noch ergänzen: "Bitte schenken Sie Ihrem Kassierer oder Ihrer Kassiererin ein breites Lächeln, bedanken Sie sich herzlich bei ihm oder ihr und wünschen Sie einen schönen Tag."

Freundliche Stammkunden sind der Kassiererin am liebsten

Sandra R. ist seit zehn Jahren Kassiererin und verriet dem Online-Magazin Focus, über welche Kunden sie sich am meisten freut: Stammkunden, die immer wieder gerne kommen. "Die mit einem lachen und erzählen: 'Hey, das, was du mir das letzte Mal verkauft hast, war einfach super! Das ist genau das gewesen, was ich gebraucht habe.'" Dieses Feedback zu bekommen, dass man etwas richtig gemacht habe, das sei schön und das, was Spaß mache. So wisse man auch, wie man die Sache in Zukunft handhaben müsse. Teilweise müssen sich Discounter-Angestellte ziemlich viel gefallen lassen. Gehen Sie also freundlich mit Ihren Kassierern um und bestärken Sie ihn in dem, was er tut.

Lesen Sie weiter: Angeblicher Lidl-Kassierer packt aus: Das nervt am meisten.

Kleingeldzähler sind nicht nur für andere Kunden nervig

Und was ist mit den Kleingeld-Kandidaten? Tatsächlich ist diese Verzögerung nicht nur für die Kunden in der Schlange nervig. Vielen Kassierern schießt dann durch den Kopf: "Oh Gott, heute Abend muss ich noch mehr zählen." Oder wiegen, denn inzwischen gibt es auch recht zuverlässige Wagen für die Münzen, erzählt Sandra R. Und sie hat Focus noch etwas verraten: "Ich persönlich frage sogar manchmal nach Kleingeld, weil dann das Rausgeben einfach leichter ist." Die augenverdrehenden Schlangestehenden versucht sie dann mit einem "Geht gleich weiter" zu beruhigen. Und wenn ein altes Mütterchen wirklich nicht klarkommt, weil die Finger zittern und sie die Münzen nicht mehr genau erkennen kann, bietet sie auch mal ihre Hilfe an.

Lesen Sie auch: "Ekelhaft": Kassiererin findet deutliche Worte für Discounter-Kunden.

Mehr Wertschätzung vonseiten des Unternehmens

Auch vonseiten der Geschäftsführung sei Wertschätzung wichtig, sagt Sandra R, indem man seinen Mitarbeitern zwischendurch sage: "Hey, hast du geil gemacht, find ich super." Und auch finanzielle Wertschätzung würde sie sich wünschen, indem das Unternehmen in Seminare investiert und den Lohn auch mal von sich aus anhebt. "Denn nur ein wertgeschätzter Mitarbeiter ist auch bereit, jeden Tag wieder seinen Job zu tun und auch gerne zu tun", sagt Sandra R.

Video: Mutter kollabiert - Kassiererin rettet Baby

Lesen Sie auch, was andere Kassiererinnen auspacken: Darum würde ich niemals bei Aldi arbeiten und Das erlebe ich täglich im Discounter.

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vro

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