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Schwere Vorwürfe gegen Restaurantkette: Kellnerin zeigt blutige Füße

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Kellnern ist ein Knochenjob. Viele haben dabei mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die Kanadierin Nicola Gavins hat nun ein Bild veröffentlicht, welches ihr Leid zum Ausdruck bringt.

Oft haben Kellner mit Bein- oder Rückenproblemen zu kämpfen. Doch damit nicht genug: Eine Filiale der Restaurantkette "Joeys" - nicht zu verwechseln mit der deutschen Kette Joey's - im kanadischen Edmonton fordert von den Mitarbeiterinnen hohe Schuhe während der Arbeitszeit zu tragen, wie das Portal kurier.at berichtet.

Highheels im Job: Kanadierin alarmiert die Öffentlichkeit

Die Angestellte Nicola Gavins macht nun auf Facebook auf die Situation aufmerksam. Dort zeigt sie ein Bild, auf dem man ihre Füße sieht. Sie stecken in blutgetränkten Socken. Auch auf den High Heels daneben sind Blutspuren zu erkennen.

Diese Schuhe muss sie während der Arbeit tragen:

Unter dem Bild schreibt die Kanadierin:

"An alle die ich kenne, die bei Joey Restaurants essen. Die Mitarbeiterinnen dort müssen Schuhe mit Absätzen tragen. Die Füße meiner Freundin haben so stark geblutet, dass sie sogar einen Zehennagel verloren hat." Auch am nächsten Tag musste die Kollegin die High Heels tragen. Männer hingegen dürfen ihre eigene schwarze Arbeitskleidung und bequeme Schuhe tragen.

Ein Sprecher der Restaurantkette Joey äußerte sich zu dem blutigen Vorfall, wie die Sun berichtet: "Unsere aktuellen Richtlinien bezüglich Schuhen sehen vor, dass sowohl männliche als auch weibliche Angestellte schwarze, rutschfeste Schuhe mit einer dicken Sohle aus Sicherheitsgründen tragen. Dabei können Sie Schuhe tragen, die für sie bequem sind. Es gibt keine Mindesthöhe für den Absatz." Sollten sich Angestellte für Stöckelschuhe entscheiden, empfiehlt die Restaurantkette eine Höhe von maximal zweieinhalb Zentimeter.

Sexismus im Job: Britin startet Petition

Bereits im Dezember hat eine Britin mit einer Petition auf Sexismus in der Berufswelt aufmerksam gemacht. Auch hier ging es um Stöckelschuhe: Die Mitarbeiterin einer Zeitarbeitsfirma in London hat sich an die Öffentlichkeit gewandt, weil sie ohne hohe Schuhe nicht arbeiten durfte.

Die 27 Jahre alte Nicola Thorp sagte der BBC, sie sei ohne Bezahlung nach Hause geschickt worden, weil sie sich weigerte, neun Stunden lang mit High Heels am Empfang eines Finanzdienstleisters in London zu stehen. "Abgesehen davon, dass es anstrengend ist, geht es um den Sexismus. Ich denke, Firmen sollten ihre weiblichen Mitarbeiter nicht dazu zwingen", sagte Thorp dem Bericht zufolge.

Ihr Arbeitgeber, die Zeitarbeitsfirma Portico verteidigte ihr Vorgehen laut BBC. Es sei "gängige Praxis", Mitarbeitern eine Kleiderordnung vorzuschreiben. Man werde die Richtlinien aber überprüfen. Thorp hat inzwischen mehr als 46 000 Unterschriften gesammelt, um eine Gesetzesänderung zu erwirken.

dpa/mil

Rubriklistenbild: © Facebook / Nicola Gavins

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