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Arbeit und Beziehung - das kriegen manche auch nach vielen Jahren im Beruf nur schwer unter einen Hut.

Arbeit und Beziehung

Trotz Beruf: So bleibt Platz für die Liebe

Wenn die Schule vorbei ist, geht für viele der Ernst des Lebens los: Die Berufsausbildung. Der Einstieg in den Arbeitsalltag ist nicht einfach - gerade für die Partnerschaft. Mit ein paar Tipps bleibt genug Platz für die Liebe.

Arbeit und Beziehung - das kriegen manche auch nach vielen Jahren im Beruf nur schwer unter einen Hut. Wenn ein Partner als Azubi seinen ersten Job anfängt, ist der ungewohnte Spagat erst recht schwierig. Durch die Arbeit bleibt weniger Zeit für die Beziehung, manch einer hat nur den Job im Kopf oder braucht besonders viel Unterstützung von seinem Partner. Was nie schaden kann, sind gute Absprachen, sagt Paartherapeutin und Coach Mirjam Gollenia vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Sie gibt ein paar Tipps, wie die Liebe trotz der Ausbildung noch ihren Platz bekommt.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

Dieses gute alte Sprichwort gilt in der Beziehung nicht. „Es ist wichtig, den anderen teilhaben zu lassen“, sagt Gollenia. Man muss sich austauschen, über seinen neuen Alltag, die neue Situation oder die neuen Kollegen. Austausch heißt aber auch, dass der andere nicht zu kurz kommen darf - auch wenn der vielleicht nach wie vor zur Schule geht oder schon länger im Job ist und nicht so viel Neues zu berichten hat. Denn nur so versteht man die Stimmungslage des Partners.

Mut haben

Wer von seinem Partner in einem neuen Lebensabschnitt nicht ausreichend Unterstützung bekommt, kann sich kurzzeitig mit Freunden oder der Familie behelfen. Auf Dauer reicht das aber nicht. Das Reden sollte man von seinem Partner im Zweifel auch einfordern. Auch wer sich selbst nicht länger zurücknehmen will, damit der Partner mit all seinen neuen Eindrücken mehr Raum hat, sollte das offen sagen. Dabei ist es wichtig, die Situation des anderen wertzuschätzen, etwa indem man sagt: „Es ist toll, dass du den neuen Job hast, aber ich habe den Eindruck, zu kurz zu kommen.“

Rituale schaffen

Es klingt ein bisschen langweilig, aber Rituale schaffen Platz für gemeinsame Zeit. Das kann das tägliche gemeinsame Frühstück sein oder ein fester Tag oder Abend, der für den Partner reserviert ist. Das muss nicht immer ein förmliches Candle-Light-Dinner sein, man kann auch gemeinsam Laufen gehen. Nur ein Kinobesuch sollte es nicht sein, denn da spricht man ja nicht miteinander. Diese gemeinsame Zeit sollte man als festen Termin sehen, der nicht verschoben wird. Eine Ausnahme ist etwa ein Gesprächstermin mit dem Chef. In einem solchen Fall sollte man aber auf keinen Fall vergessen, dem Partner abzusagen.

dpa

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