+
Drei Monate vor Arbeitsende müssen Beschäftigte sich bei der Arbeitsagentur melden. Wird das Arbeitsverhältnis kurzfristig gelöst, ist eine Meldung binnen drei Werktagen ausreichend. 

Arbeitsrecht

Keine Zeit verlieren: Was bei Arbeitslosigkeit zu tun ist

Arbeitnehmer, die eine Kündigung erhalten, sind darüber oft sehr enttäuscht. Dennoch sollten sie sich schnell von diesem Einschnitt erholen und aktiv werden. Andernfalls können wichtige Fristen verstreichen.

Bremen - Wer seinen Job verliert, sollte in einem ersten Schritt über eine Kündigungsschutzklage nachdenken. Denn wer sich dafür entscheidet, muss rasch handeln.

Die Klage muss binnen drei Wochen nach Eingang der schriftlichen Kündigung oder dem Ende eines befristeten Arbeitsverhältnisses beim Gericht eingegangen sein. Der Gang vor Gericht macht zum Beispiel Sinn, wenn Zweifel bestehen, ob die Kündigung rechtmäßig ist. Das berichtet das "Bremer Arbeitnehmermagazin" (Ausgabe 1/2016).

Weiter müssen Beschäftigte sich drei Monate vor Arbeitsende bei der Arbeitsagentur melden. Wird das Arbeitsverhältnis kurzfristig gelöst, ist eine Meldung binnen drei Werktagen ausreichend. Das geht persönlich, telefonisch, per E-Mail oder über arbeitsagentur.de. Wer sich nicht rechtzeitig meldet, muss im schlimmsten Fall eine einwöchige Sperrung beim Arbeitslosengeld hinnehmen. Spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit müssen Arbeitslose sich dann bei der Arbeitsagentur persönlich vorstellen.

Das Arbeitslosengeld (ALG) I zahlt die Arbeitsagentur dann ab dem Zeitpunkt, zu dem die Arbeitslosigkeit eintritt. Die erste Zahlung kann sich allerdings nach hinten verschieben, wenn noch Unterlagen fehlen. Die Höhe des ALG liegt zwischen 60 und 67 Prozent des Bruttoentgelts. Im Internet können Betroffene sich die Höhe ihres ALG ausrechnen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Diese fünf Entscheidungen bereuen Menschen am meisten
Das Leben stellt uns jeden Tag vor neue Herausforderungen - nicht nur im Beruf. Hier erfahren Sie, welche Entscheidungen Menschen am meisten bereuen.
Diese fünf Entscheidungen bereuen Menschen am meisten
Streichen Sie dieses Wort - dann klappt's mit dem Erfolg
Wer erfolgreich sein will, muss den Blick auf sich selbst ändern - sagt eine Psychologin. Dafür genügt schon ein Wort, dass Sie ab sofort besser streichen.
Streichen Sie dieses Wort - dann klappt's mit dem Erfolg
Überraschend: Das dürfen Sie tun trotz Krankschreibung
Spazieren oder lieber daheim Tee trinken? Wenn Arbeitnehmer krank sind, glauben viele, nicht mehr hinausgehen zu dürfen. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.
Überraschend: Das dürfen Sie tun trotz Krankschreibung
Unzufrieden im Job? Die 25 besten Arbeitgeber Deutschlands 2017
Unternehmenskultur und Erfahrung im Umgang mit Mitarbeitern: Zwei wichtige Faktoren bei der Jobwahl. Aber was ist sonst wichtig? Und welche Unternehmen sind darin …
Unzufrieden im Job? Die 25 besten Arbeitgeber Deutschlands 2017

Kommentare