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Unglaublich!

Keiner hat's gemerkt: Mann kommt sechs Jahre nicht zur Arbeit

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Joaquin G. arbeitete in einer Kläranlage. Weil sich der spanische Beamte aber gemobbt fühlte, blieb er eines Tages einfach seiner Arbeit fern. Sechs Jahre lang - und niemand hat es bemerkt.

Wie BBC berichtet, wurde Joaquin G.'s Abwesenheit erst bemerkt, als er einen Preis bekommen sollte für die 20 Jahre, die er bereits im Klärwerk arbeitete. Zumindest theoretisch.

Sechs Jahre unbemerkt nicht in die Arbeit kommen: Wie ist das möglich?

Aufgabe des Beamten war es, den Bau einer Abwasserbehandlungsanlage zu überwachen. Die Tatsache, dass er über einen so langen Zeitraum unbemerkt der Arbeit fern bleiben konnte, ist anscheinend durch ein Missverständnis entstanden: So seien die Wasserwerke, bei denen er angestellt war, davon ausgegangen, er stünde unter Aufsicht der lokalen Behörden. Diese dachten dies umgekehrt allerdings auch.

Joaquin G. musste sich nach Auffliegen seines Wegbleibens vor Gericht verantworten. Dort wurde auch bekannt, dass der Chef von Joaquin G. diesen viele Jahre nicht gesehen hatte - obwohl er das Büro direkt gegenüber von ihm hatte.

Der Beamte bestritt alle Vorwürfe und sagte, er sei Opfer von Mobbing gewesen. Angehörige erklärten auch, dass Joaquin G. täglich zur Arbeit ging, wenn auch nicht für die volle Anzahl der Arbeitsstunden. Das Gericht entschied schließlich aber zu Gunsten der Behörde und verurteilte Joaquin G. zu einer Geldstrafe in Höhe von 37.000 Euro.

Nach Informationen der Zeitung „El Mundo“ hält G. der Stadtverwaltung vor, ihn aus politischen Gründen auf einen inhaltsleeren Posten abgeschoben zu haben. Obwohl es für ihn nichts zu tun gegeben habe, sei er gelegentlich in seinem Büro erschienen, berichtete das Blatt. Er bestreite allerdings nicht, fürs Nichtstun bezahlt worden zu sein.

Die Schulden zu begleichen könnte sich indes als schwierig gestalten: Heute ist der 69-jährige im Ruhestand, hat eine Familie zu versorgen und wird wohl Schwierigkeiten haben, in diesem Alter einen neuen Job zu finden.

sca/dpa

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