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Fieber-Alarm: Wenn das Kind krank ist, dürfen Eltern der Arbeit fernbleiben. Außerdem steht ihnen in vielen Fällen eine Lohnfortzahlung oder Kinderkrankengeld zu.

Arbeitsrecht

Kind krank: Fehlende Mitarbeiter brauchen Attest vom Arzt

Die Arbeit ruft, doch das Kind hat Fieber. Was nun? Eltern dürfen in solchen Fällen der Arbeit fernbleiben und sich um ihr Kind kümmern. Doch bekommen sie dann weiter ihr Gehalt?

Ist das Kind krank, müssen Mitarbeiter nicht unbedingt einen Urlaubstag opfern. Sie haben Anspruch darauf, mit Gehaltfortzahlung zu Hause zu bleiben. Das gilt, sofern im Arbeits- oder Tarifvertrag nichts anderes geregelt ist, so die Arbeitsrechtlerin Nathalie Oberthür aus Köln. Beschäftigte müssen dem Arbeitgeber jedoch ein Attest vom Kinderarzt vorlegen. Ist das Kind für einen nicht erheblichen Zeitraum krank, steht Beschäftigten für bis zu fünf Arbeitstage die Lohnfortzahlung vom Arbeitgeber zu.

Dauert die Krankheit länger, steht Beschäftigten Kinderkrankengeld zu. Das ist in Paragraf 45 im Sozialgesetzbuch 5 geregelt. Danach besteht für Kinder bis zwölf Jahre ein Anspruch auf Krankengeld für maximal 10 Tage pro Kalenderjahr. Bei Alleinerziehenden erhöht sich der Anspruch auf 20 Arbeitstage. Bei mehreren Kindern können pro Jahr maximal 25 Tage genommen werden, bei Alleinerziehenden sind es 50 Tage. Das Kinderkrankengeld beträgt etwa 90 Prozent des Nettoentgelts.

dpa

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