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Das aggressive Verhalten eines Mitarbeiters kann auf eine Depression hinweisen. Anstatt ihn zu meiden, sollten Kollegen das Gespräch zu ihm suchen.

Berufsalltag

Kollegen auf verändertes Verhalten ansprechen

Ein Mitarbeiter, der ständig unfreundlich und gereizt auftritt, macht sich meist unbeliebt. Die Folge ist, dass er von seinen Kollegen gemieden wird. Hinter seinem Verhalten kann jedoch eine seelische Erkrankung stecken. Ein offenes Wort kann ihm helfen.

Freudenberg - Sind Kollegen auf einmal häufig patzig oder aggressiv, sollten Mitarbeiter sie darauf ansprechen. Dahinter kann eine beginnende Depression stecken, sagt die Psychologin Juliane Dreisbach aus Freudenberg bei Köln.

Es kann auch ein Anzeichen für Erschöpfung oder Überforderung sein. Der Betroffene selbst merkt oft nicht, dass er auf dem Weg ist, krank zu werden. Deshalb sind Rückmeldungen von außen wichtig.

Gefragt sind vor allem die Mitarbeiter, die dem Kollegen besonders nahe stehen. Sie sollten sich bemühen, Situationen aufzuzählen, in denen sie sich über das Verhalten des Betroffenen gewundert haben. Eine pauschale Aussage wie: "Du bist neuerdings immer so aggressiv" sollten sie vermeiden. Das wirkt schnell wie ein Pauschal-Angriff und ist für das Gegenüber außerdem wenig nachvollziehbar.

Um das Ganze nicht zu offiziell zu machen, sprechen sie das Thema am besten nebenbei einmal beim Essen oder in einer Kaffeepause an. Sonst fühlt sich der andere womöglich an den Pranger gestellt. Wichtig ist jedoch, überhaupt etwas zu sagen. Denn nur dann hat der andere die Möglichkeit, auf sein verändertes Verhalten aufmerksam zu werden, es zu reflektieren und es gegebenenfalls zu ändern.

dpa

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