Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Eigentlich sind sie ja alle ganz nett, aber so mancher Kollege entpuppt sich doch als Nervensäge...

Angeber, Faulpelze und Co.

So kommen Sie mit den Nervensägen im Büro aus

Wenn Kollegen 40 und mehr Stunden pro Woche zusammenarbeiten, kann es ganz schön krachen. Eine Typologie der nervigsten Charaktere im Büro und Tipps von Experten, wie man trotzdem mit ihnen klarkommt.

1. Der Angeber

Keiner hat eine breitere Brust. Der Angebertyp spricht laut, lacht aufdringlich, lobt seine Leistungen, selbst dann, wenn sie eigentlich ein Verdienst des Teams sind. Expertentipp: Frontalangriff. „Manchmal ist es gar nicht so schlecht, ihn bloßzustellen“, erklärt Karriere- Coach Svenja Hofert. Also auf Fehler hinweisen oder vor anderen klarstellen, dass die Leistung von der Gruppe erbracht wurde. Buchautor Jens Weidner erklärt: „Im Zweiergespräch wird er sagen, das habe ich nicht so gemeint. Deswegen ist es wichtig, das in der Gruppe zu machen“.

2. Der Besserwisser

Nach seiner Meinung hat niemand gefragt, der Besserwisser tut sie trotzdem kund. Expertentipp: Kontern. Karriereberater Martin Wehrle empfiehlt, mit gleichen Waffen zurückzuschlagen: „So jemand belehrt gern, aber er hasst es zugleich, bei Fehlern ertappt zu werden.“ Wenn er merkt, dass seine Kollegen genau hinschauen, wird er mit Kritik vorsichtiger werden.

3. Der Faulpelz

Alle ackern, um einen Auftrag pünktlich zu erledigen, nur einer zieht nicht mit. Expertentipp: null Toleranz. „So jemand lebt von der Solidarität der Gruppe, die ihn deckt“, erläutert Wehrle. Die Kollegen sollten dem Faulpelz die Arbeit nicht abnehmen, sondern sichtbar machen, dass er sie nicht erledigt. Weidner rät: „Geben Sie ihm eine arbeitsintensive Aufgabe, die keiner braucht. So beschäftigen Sie den Faulpelz, ohne dass er das Team runterziehen kann.“

4. Der Schüchterne

Er spricht kaum – und das kann zum Problem werden. Die Kollegen wissen nicht, wie weit der Schüchterne mit seiner Arbeit ist, in Meetings schweigt er zu seinen Ideen, bei Präsentationen hält er sich lieber im Hintergrund. Expertentipp: Integration. „Schüchterne Menschen muss man aktiv einbinden“, rät Wehrle. Immer wieder nach ihrer Meinung fragen, um ihr Wissen für alle zu erschließen. Außerdem: „Dem Schüchternen kann es guttun, wenn er mal für die Gruppe sprechen muss und merkt, ich kann das.“ Zurückhaltende Kollegen seien oft die besten Experten.

5. Der Flirter

Ein anzüglicher Spruch am Morgen, ein unpassendes Kompliment beim Mittagessen – notorische Flirter überschreiten oft die Grenze zwischen nett und lästig. Expertentipp: Grenzen ziehen. „Er denkt oft, er macht etwas Gutes“, bemerkt Hofert. Im Gespräch unter vier Augen sollten Betroffene ganz deutlich machen, dass die Sprüche sie stören, und notfalls den Vorgesetzten einschalten. Wehrle empfiehlt, an Beispielen zu erklären, wo die Grenze ist. „Wenn ich nichts tue, könnte das wie eine Ermutigung rüberkommen“, warnt er.

6. Der Jammerer

Schnupfen im Anflug, Bürostuhl unbequem, schlecht geträumt – irgendeinen Grund hat der Jammerer immer, den Kollegen sein Leid zu klagen. Expertentipp: Direkt werden. „Was gefällt dir hier eigentlich?“ oder „Wenn du dich hier so unwohl fühlst, warum bist du noch da?“ sind Fragen, die den Jammerer ins Nachdenken bringen. Spricht der Unzufriedene berechtigte Punkte an, kann man ihn um konstruktive Vorschläge bitten. So könne man ihn vom Sand ins Getriebe streuen zum mitarbeiten bringen, erklärt Wehrle. Hofert gibt zu bedenken, dass das Jammern auch ein Persönlichkeitszug sein kann. Dann helfe manchmal nur: Auf Durchzug schalten.

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7. Der Gesprächige

Er hört sich selbst gern reden und merkt nicht, wenn er stört. Expertentipp: Manieren über Bord werfen. „Gerade Frauen neigen dazu, Kollegen aus Höflichkeit ausreden zu lassen“, schildert Hofert. Den Gesprächigen darf man unterbrechen, am besten mit der klaren Ansage „Tut mir leid, ich will jetzt weiter arbeiten“. Wehrle empfiehlt klare Körpersprache: „Blickkontakt abbrechen, Augen auf den Bildschirm, zum Telefonhörer greifen, als wäre er nicht da.“ Im Meeting rät Weidner zu einem knappen „Bitte kommen Sie auf den Punkt“. Oder man lässt den Vielredner mit folgendem Satz auflaufen: „Ihre Beiträge überraschen... Eine Hilfe sind sie nicht.“

TERESA DAPP

Kennen Sie auch diese Arten von Kollegen? Oder haben Sie gute Strategien und Tipps, wie man mit ihnen umgeht? Dann kommentieren Sie unter diesen Artikel. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

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