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Muss ich dreimal abgemahnt werden, bevor mein Vorgesetzter mich kündigen kann? Welche Regeln tatsächlich gelten

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Von: Juliane Gutmann

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Nur nach mehrmaliger Abmahnung kann ein Mitarbeiter gekündigt werden: Stimmt das? Erfahren Sie hier, wann der Arbeitgeber Sie kündigen kann.

Verstößt ein Arbeitnehmer gegen das Gesetz oder den Arbeitsvertrag, kann es im schlimmsten Fall zur Kündigung vonseiten des Arbeitgebers kommen. Gründe wären etwa, wenn der Mitarbeiter das Unternehmen bestiehlt oder dem Betrieb unentschuldigt fern bleibt. Wacker hält sich die Annahme, dass einer Kündigung Abmahnungen vorhergehen müssen, damit diese gültig ist. Dem ist allerdings nicht so. Manchmal braucht ein Arbeit­geber sogar über­haupt keine Abmahnung, um einem Angestellten zu kündigen, wie die Stiftung Warentest als staatlich geförderte Verbraucherorganisation informiert.

So kann der Arbeitgeber beispielsweise sofort eine Kündigung aussprechen, wenn der Mitarbeiter Firmeneigentum entwendet hat – selbst wenn es sich um günstiges Büromaterial handelt. Auch Alkoholmissbrauch und Korruption zählen zu den Kündigungsgründen, die eine außerordentliche Kündigung zur Folge haben können.

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Verhaltensbedingte Kündigung ist in der Regel nur nach Abmahnung zulässig

In den meisten Fällen geht einer Kündigung allerdings eine Warnung voraus – in Form einer Abmahnung. Dabei handelt es sich um eine Rüge, die der Vorgesetzte auch öfter aussprechen kann. Im Normalfall gilt der Stiftung Warentest zufolge, dass eine verhaltensbedingte Kündigung nur dann zulässig ist, wenn der Vorgesetzte den Mitarbeiter wegen dieses Verhaltens zuvor abgemahnt hat. Das geht unter anderem aus einem Bundes­arbeits­gerichtsurteil vom 12. Januar 2006 hervor.

Bei der verhaltensbedingten Kündigung handelt es sich um eine sogenannte „ordentliche“ Kündigung. Ihr liegt Fehlverhalten zugrunde, wie etwa die Beleidigung des Vorgesetzten oder der Kollegen, Unpünktlichkeit und Arbeitsverweigerung. (jg)

Quelle: https://www.test.de/Arbeitsrecht-Irrtuemer-rund-um-den-Job-5737231-0/

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