Neuer Beschluss

Kurzarbeitergeld verlängert, neue Prämie – mit welchen Corona-Hilfen Mitarbeiter nun rechnen können

  • Andrea Stettner
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Der Bund hat das Kurzarbeitergeld sowie weitere Corona-Hilfen für Mitarbeiter und Unternehmen verlängert. Zudem winkt eine neue Prämie, die Jobs sichern soll.

Gute Nachrichten für krisengebeutelte Unternehmen und ihre Mitarbeiter: Die wichtigsten Corona-Hilfen wurden vom Bund verlängert. Dazu gehört auch der vereinfachte Zugang zum Kurzarbeitergeld*, der bis Ende September verlängert wurde. Zudem soll eine Prämie für Firmen Anreize schaffen, Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit zurückzuholen oder sogar neue Arbeitnehmer einzustellen. Das erklärte Ziel: Arbeitslosigkeit vermeiden, Jobs sichern und den Aufschwung unterstützen.

Denn auch wenn die Inzidenzen derzeit erfreulich niedrig sind, leiden dennoch noch viele Branchen unter den Folgen der Corona-Pandemie. Viele Geschäfte haben nach wie vor geschlossen, die Umsätze ziehen bei vielen erst langsam wieder an - daher gebe es laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auch weitere Hilfen, wie er am Mittwoch laut der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Kurzarbeitergeld verlängert, Prämie: Welche Beschlüsse Arbeitnehmer betreffen

Für Arbeitnehmer sind dabei folgende Punkte der Beschlüsse von besonderem Interesse:

  • Kurzarbeitergeld: Betriebe können die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld weiter in Anspruch nehmen, wenn sie bis zum 30. September Kurzarbeit einführen (Zunächst sollten die erleichterten Zugangsbedingungen zum 30. Juni auslaufen). Dafür müssen mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sein (normalerweise 30 Prozent). Auch Leiharbeitskräfte können Kurzarbeitergeld erhalten. Vor der Gewährung von Kurzarbeitergeld müssen auch keine Minusstunden aufgebaut werden. Wenn Unternehmen bereits kurz zuvor in Kurzarbeit waren, müssen drei Monate Unterbrechung dazwischen liegen.
  • Erhöhung des Kurzarbeitergeldes: Nicht verlängert wurde dagegen die Anmeldefrist für die coronabedingte Erhöhung des Kurzarbeitergeldes. „Wer bereits für spätestens März 2021 erstmals Kurzarbeitergeld bekommen hat, für den wird bis 31. Dezember das Geld auf bis zu 87 Prozent des Nettolohns aufgestockt“, meldet die dpa.
  • Prämie: Die neu eingeführte „Restart-Prämie“ soll Firmen dazu bewegen, Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einzustellen. Diese ist als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten vorgesehen. Die Höhe des Zuschusses ist dabei gestaffelt und nimmt bis September ab.

Lesen Sie auch: Urlaub in Kurzarbeit: Welchen Anspruch haben Mitarbeiter 2021? Neue Regeln

Darüber hinaus wurde bei den erfolgten Beschlüssen auch die Überbrückungshilfen III für Unternehmen bis Ende September verlängert und finanziell deutlich aufgestockt – jetzt unter dem Namen „Überbrückungshilfe III Plus“. Durch diese erhalten die Unternehmen sowie Soloselbstständige nicht rückzahlbare Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten (wie Mieten, Pachten, Ausgaben für Strom etc.). Auch die Neustarthilfe für Soloselbstständige (wie etwa Künstler) wurde verlängert und aufgestockt. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Mehr zum Thema: Minijob in Kurzarbeit: Wird er auf das Kurzarbeitergeld angerechnet?*

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Ranking: In diesen Berufen gibt es die meisten Urlaubstage

In welchen Berufen dürfen sich Mitarbeiter über viele Urlaubstage freuen? In diesen Branchen haben die meisten Mitarbeiter satte 30 Tage im Jahr frei:
Platz 5: Halbleiter-Industrie (81 Prozent der Mitarbeiter haben 30 Tage Urlaub)
Platz 4: Chemie / Verfahrenstechnik (82 Prozent)
Platz 3: Maschinenbau (85 Prozent)
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Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler/dpa

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