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Jugendliche sollten sich durch Praktika Einblicke in die Arbeitswelt verschaffen.

Berufswahl

Betriebe müssen sich um Lehrlinge bewerben

Ausbildungsbetriebe können nicht mehr aus einer Überzahl von Bewerbern auswählen, sondern müssen sich um ihre Lehrlinge bewerben. Doch auch die Jugendlichen haben vor der Berufswahl einiges zu tun...

Vor der Berufswahl kommt die Eigenerforschung

Mindestens ein bis zwei Jahre, bevor sich die Schulausbildung dem Ende zuneigt, sind schon einige Gedanken in die eigene Zukunft notwendig. Die Frage „Was soll ich werden?“ ist sicher nicht einfach zu beantworten. Damit ein Beruf zur Berufung wird, bedarf es erst einmal der Eigenerforschung. Was mag ich, was nicht, welche Tätigkeit fällt mir schwer, was geht mir leicht von der Hand, wofür kann ich mich begeistern, was erfüllt mich nach getaner Arbeit mit Stolz auf mein Können und meine Leistung? Die intensive Auseinandersetzung mit sich selbst sowie Fähigkeiten, Talente, Neigungen, aber auch Schwächen herauszufinden, ist eine gesunde Basis für die Suche nach einem zukünftigen Beruf.

Praktika ermöglichen Einblicke in die Arbeitswelt

Für diese Suche gibt es viele Hilfestellungen. So bemühen sich die Schulen, ihren Jugendlichen durch Praktika einen Einblick in die Arbeitswelt zu verschaffen. Die Agentur für Arbeit bietet neben der Berufsberatung auch umfassende Informationen über die einzelnen Berufsbilder. Auf Ausbildungsmessen geben Firmen interessante Einblicke in ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Auch die Interessenvertretungen der einzelnen Berufsgruppen, Innungen und Verbände beschreiben im Internet Umfang und Inhalt der einzelnen Ausbildungsberufe. Vielfach sind auch die Möglichkeiten der Weiterentwicklung eines gelernten Fachmanns beschrieben, das kann die Lebensplanung entscheidend beeinflussen.

Kein Monolog im Vorstellungsgespräch

Ist die Entscheidung für einen Berufszweig unter der Berücksichtigung der eigenen Talente gefallen, gilt es, sich bei passenden Firmen zu bewerben. Dabei sind Bewerbungsschreiben und Leistungsnachweise nur der erste Teil einer erfolgreichen Bewerbung. Wenn ein Betrieb zum Vorstellungsgespräch bittet, muss der Bewerber sowohl über den Betrieb Bescheid wissen als auch konkrete Vorstellungen über den angestrebten Beruf haben. Am besten sollte er in diesem Gespräch offen und natürlich mit seinem Gegenüber diskutieren. Schlecht wäre bestimmt ein Monolog eines der Gesprächspartner.

Lehrling kann Ausbildungsbetrieb wählen

Für die ausbildenden Betriebe haben sich die Bedingungen geändert. Nicht mehr unter einer Überzahl von Bewerbern auswählen zu können, bedeutet, dass man sich um den zukünftigen Lehrling bewerben muss. Der Jugendliche kann wählen, bei welchem Betrieb er seine Ausbildung absolvieren möchte. Da ist es sicher positiv, wenn der Ausbilder seine eigene Begeisterung für seinen Beruf vermittelt und zusätzlich erkennen lässt, dass er den Kandidaten als Mensch mit seinen Stärken, aber auch mit seinen Schwächen akzeptiert.

Berufsperspektiven sind wichtig

Welche Möglichkeiten der Betrieb hat, junge Menschen zu fördern und Perspektiven für die berufliche Zukunft nach der Ausbildung zu vermitteln, das sind wichtige Punkte, die die Entscheidung des angehenden Lehrlings beeinflussen. Das Einstellungsgespräch ist die Grundsteinlegung für eine gemeinsame Zukunft des angehenden Mitarbeiters und des Betriebs. Die Identifikation des „Neuen“ mit dem Betrieb zu erreichen, ist daher ein lohnendes Ziel, für das es zu werben gilt. Personalmanagementunternehmen stehen Bewerbern um eine Ausbildungsstelle, aber auch Unternehmen, die Auszubildende suchen, dabei gerne unterstützend zur Seite.

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