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Viele Personaler haben inzwischen ein Auge dafür, ob ein Bewerber in seinem Lebenslauf lügt.

Frisierte Karriere

Lügen im Lebenslauf: Diese Tricks kennt jeder Personaler

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Im Lebenslauf stellen sich Bewerber in einem besseren Licht dar. Was nicht ins Bild passt, wird aufgehübscht. Aber Vorsicht: Lügen erkennen Personaler sofort.

Der Lebenslauf ist meist das erste, das sich Personaler oder Führungskräfte vom Bewerber anschauen. Wer hier negativ auffällt, landet schnell auf dem Stapel für Absagen. Da wird aus der Praktikumsstelle schnell eine feste Stelle oder die Weltreise wird als Freelancer-Job getarnt. Aber Vorsicht: Fliegt ihr Tarnspiel während eines Jobs auf, drohen ernste Konsequenzen.

Lebenslauf: Bei Lügen droht die Kündigung

„Im schlimmsten Fall kann die fristlose Kündigung drohen. Auch dann noch, wenn man schon sehr lange bei einem Arbeitgeber angestellt ist und der Betrug nachträglich festgestellt wird“, berichtet Sörge Drosten, Geschäftsführer der Personalberatung Kienbaum gegenüber focus.de.

Deshalb müsse man seinen Lebenslauf auch stets mit Ort und Datum unterschreiben, um für seine Richtigkeit zu garantieren.

Das sind die häufigsten Lügen

Die Personal-Expertin verrät die häufigsten Tricks der Bewerber:

1. Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit ist keine schöne Sache, viele schämen sich regelrecht dafür. Deshalb erfinden viele Bewerber Stellen, die sie so nie inne hatten, etwa als Freelancer. Experten empfehlen jedoch, statt dieser Lüge den Begriff "Berufliche Neuorientierung" in den Lebenslauf zu schreiben. 

Damit weiß zwar jeder, was gemeint ist, trotzdem klingt diese Umschreibung deutlich positiver. Außerdem gebe das dem Bewerber die Möglichkeit, zu zeigen, dass man die Zeit mit Fortbildungen, Sprachkursen oder Ähnlichem genutzt hat.

2. Auszeit

Nach dem Abitur oder Studium unternehmen viele Abenteuerlustige eine Weltreise - oder verreisen zumindest für mehrere Wochen oder gar Monate. Lange Reisen sind eine wertvolle Erfahrung und sollten so auch im Lebenslauf genannt werden. Wer aus seiner Auszeit zum Beispiel eine "Beratertätigkeit im Ausland" macht, der bringt sich damit nur unnötig in Schwierigkeiten.

3. Aktueller Job

Viele Bewerber geben vor, noch bei einem Unternehmen zu arbeiten, bei dem sie in Wirklichkeit jedoch schon längst nicht mehr sind. So wollen sie offenbar ihre Verhandlungsposition stärken und unangenehmen Nachfragen aus dem Weg gehen.

Doch das fliegt schneller auf, als viele meinen. "Wer sich wirklich für einen Kandidaten interessiert, holt Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern ein. Dann kommt so eine Lüge natürlich ans Licht", weiß der Personal-Profi.

4. Position verbessern

Ihr Chef ist für längere Zeit ausgefallen und Sie haben seine Vertretung übernommen? Dann schreiben Sie das auch so in den Lebenslauf. Denn wer nur zeitweise die Teamleitung übernimmt, ist noch lange kein stellvertretender Chefredakteur oder Projektleiter.

"Im Zweifel muss das ein Zeugnis und eine Referenz belegen, denn häufig war der Einzelne Teil eines Teams und nicht allein verantwortlich", erklärt Sörge Drosten. 

5. Lücken verbergen

Egal welchen Ratgeber Bewerber lesen: Lücken im Lebenslauf gehören dort zum absoluten No-Go. Deshalb versuchen viele Arbeitslosigkeit oder Auslandsreisen zu verschleiern, in dem sie nur Jahreszahlen angeben. Keine gute Idee, wie Drosten findet: "Personaler fragen immer nach dem exakten Anstellungszeitraum". Fehlt dieser, werden sie schnell misstrauisch. Geben Sie deshalb immer die Monate mit an, zum Beispiel "11/2014 - 06/2017".

6. Studentenjob, Praktika und Trainee

Jeder fängt mal klein an, das weiß auch jeder Personaler. Wer aus seinem Studentenjob, dem Praktikum oder der Trainee-Stelle dagegen in eine Festanstellung mit auffallend hoher Verantwortung aufwertet, der macht sich bei Personalverantwortlichen schnell verdächtig. Bleiben Sie also besser bei der Wahrheit.

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Personaler haben nicht nur ein Auge für Lügen im Lebenslauf. Bestimmte Details verraten ihnen auch, dass Sie verzweifelt auf Jobsuche sind. Außerdem lesen Sie hier, wie Sie eine richtig gute Bewerbung schreiben und ob Sie bei Karriere-Netzwerken besser auf Xing oder LinkedIn setzen sollten.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

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