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Fremde Kulturen im Unterricht erkunden

Fremde Kulturen im Schulunterricht besser kennen lernen und verstehen - das verspricht ein in den USA und Kassel für die Lehrerausbildung entwickeltes Unterrichtsmodell.

"ABC´s of Cultural Understanding and Communication" nennen Prof. Dr. Patricia R. Schmidt und Prof. Dr. Claudia Finkbeiner ihr Modell, das zwölf  Wissenschaftler aus Europa und USA im September an der Universität Kassel untersucht haben und weiter entwickeln.

"Im Kontakt und Austausch von Angehörigen verschiedener Kulturen sollte nicht nur eine Auseinandersetzung mit anderen und deren kultureller Zugehörigkeit stattfinden, sondern immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Identität und kulturellen Prägung", sagt Professor Finkbeiner.

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ABC-Modell von Autobiografie bis Comparison

Deshalb beginnen die Schüler im ABC´s-Modell mit A wie Autobiografie, um sich über wichtige Erfahrungen in der eigenen Lebensgeschichte ihrer eigenen Identität bewusst zu werden.

Eine Biographie (B) über einen Interviewpartner, der seine Geschichte erzählt, wird im zweiten Teil verfasst. So werden das Gespür und die Voraussetzungen für das Verstehen des Anderen gefördert.

Im letzten Teil C (= Comparison) vergleichen die ABC´s-Partner die Ergebnisse auf kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Dabei reflektieren sie zudem positive, überraschende und schwierige Erfahrungen im Austauschprozess. Dieser letzte und wichtigste Schritt des ABC´s-Modells fördert die Reflexion und Anerkennung von kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

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"Idealerweise entwickeln die Teilnehmer in diesem Schritt ein Verständnis für die andere Kultur und erkennen, wie ihre Wahrnehmung durch die eigene kulturelle Prägung beeinflusst wird", sagt Finkbeiner, die an der Universität Kassel das Fachgebiet "Fremdsprachenlehr- und -lernforschung / Interkulturelle Kommunikation" leitet.

In den USA zielt das Modell in der Lehrerbildung vor allem darauf, Mittelschicht-Lehrer für kulturelle Unterschiede in ihren Klassen zu sensibilisieren und auf diese Weise Schülerinnen und Schüler aus kulturellen Minderheiten stärker zu fördern.

Im Kasseler Workshop im September hatten zwölf Wissenschaftler aus sechs Ländern ihre kulturellen Unterschiede reflektiert und unter anderem an einer angemessenen Umsetzung für ihr Land gearbeitet.

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