+
Ein befristeter Arbeitsvertrag kann öfter als dreimal verlängert werden. Allerdings nur, wenn Krankheits- oder Elternzeitvertretung der Grund ist. Foto: Andrea Warnecke

Mehr als dreimal möglich: Befristung des Arbeitsvertrages

Eine unbefristete Anstellung gibt Arbeitnehmern eine sichere Zukunftsperspektive. Arbeitgeber haben jedoch die Möglichkeit, den Arbeitsvertrag wiederholte Male befristet zu verlängern. Nur muss dafür ein gewichtiger Grund vorliegen.

Bremen (dpa/tmn) - Mitarbeiter müssen es unter Umständen hinnehmen, dass ihr Arbeitsvertrag öfter als dreimal befristet wird. Das kann dann zulässig sein, wenn es für die Befristung einen Sachgrund gibt, berichtet die Arbeitnehmerkammer Bremen in ihrem Magazin (Ausgabe 4/2016).

Ein Sachgrund liegt etwa vor, wenn jemand eine Krankheits- oder Elternzeitvertretung macht. Solche Befristungen kann der Arbeitgeber fast ohne Beschränkungen verlängern.

Trotzdem haben viele das Vorurteil, dass eine Befristung nur dreimal möglich ist. Das stimmt für Befristungen ohne Sachgrund, bei denen der Arbeitsvertrag nur bis zu einem bestimmten festgelegten Termin gehen soll. Solche Verträge darf der Arbeitgeber in der Regel dreimal verlängern - aber nur in einem Zeitraum von zwei Jahren.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Aufteilung in mehrere Gesellschaften: Kein Kündigungsgrund
Wenn ein Unternehmen sich in meherere Gesellschaften aufteilt, bleibt ein Arbeitsverhältnis bestehen. Manche Firmen kündigen trotzdem ihren Angestellten. Doch diese …
Aufteilung in mehrere Gesellschaften: Kein Kündigungsgrund
Sieben Rhetorik-Tipps: So gelingen spannende Vorträge
Gähnend langweilig. Verwirrend und verworren. Endlos lang. Es gibt viele Arten, einen Vortrag zu vermasseln. Für die Karriere ist es aber unerlässlich, bei …
Sieben Rhetorik-Tipps: So gelingen spannende Vorträge
Das Phänomen der Bumerang-Mitarbeiter
Abschiedsumtrunk, Abschlusszeugnis, und dann auf Nimmerwiedersehen. Eine Trennung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer war früher oft eine Trennung für immer. Doch heute …
Das Phänomen der Bumerang-Mitarbeiter
Jugendsünde ist kein K.-o.-Kriterium für Polizeidienst
Eine Straftat im Jugendalter muss kein Ausschlusskriterium sein, um später eine Ausbildung bei der Polizei zu beginnen. Elementar ist dabei, wie schwerwiegend das …
Jugendsünde ist kein K.-o.-Kriterium für Polizeidienst

Kommentare