Euro-Geldscheine stehen aufrecht in einer Reihe. Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt 2021 wieder an.
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Der Mindestlohn im Baugewerbe steigt 2021 wieder an.

Mehr Geld für Arbeiter

Mindestlohn auf dem Bau steigt rückwirkend zum 1. Januar – So viel Geld ist drin

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Im Baugewerbe steigt 2021 der Mindestlohn. Er wird rückwirkend zum 1. Januar ausgezahlt. Wieviel Geld Hilfs- und Facharbeitern nun mindestens gezahlt wird, erfahren Sie hier.

Der Branchenmindestlohn für das Bauhauptgewerbe steigt wieder an, und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2021. Dies teilte die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Anfang Februar mit.

Wie hoch ist der Mindestlohn im Baugewerbe?

Im Jahr 2021 werden Bauarbeitern* folgende Mindestlöhne gezahlt:

  • Mindestlohn 1 (Ost und West) für Helfertätigkeiten: 12,85 Euro (2020: 12,55 Euro)
  • Mindestlohn 2 (West) für Facharbeiter: 15,70 Euro (2020: 15,40 Euro)
  • Mindestlohn 2 (Berlin) für Facharbeiter: 15,55 Euro (2020: 15,25 Euro)

Der Mindestlohn 1 gilt bundesweit für Helfertätigkeiten auf dem Bau. Der Mindestlohn 2 wird nur in den westdeutschen Bundesländern und Berlin gezahlt, wenn überwiegend fachlich begrenzte Tätigkeiten ausgeübt werden.

Der Mindestlohn soll für zwölf Monate gelten. Seine Allgemeinverbindlichkeit soll noch beim Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales beantragt werden, teilt die IG-BAU mit.

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Wie unterscheidet sich der Branchenmindestlohn vom gesetzlichen Mindestlohn?

Der Mindestlohn im Baugewerbe ist ein sogenannter Branchenmindestlohn. Dieser stellt die unterste Lohngrenze für Beschäftigte einer Branche dar. Ein Branchenmindestlohn wird in Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt und anschließend für allgemeinverbindlich erklärt.

Der gesetzliche Mindestlohn fungiert dagegen als unterste Lohngrenze für alle Arbeitnehmer in Deutschland, bis auf wenige Ausnahmen. Er beträgt derzeit 9,50 Euro (noch bis 30. Juni 2021). Liegt der Branchenmindestlohn über dem gesetzlichen Mindestlohn, so wird immer der Branchenmindestlohn gezahlt. „Kein Arbeitgeber dieser Branche darf in diesem Fall den allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn mit Hinweis auf den (niedrigeren) gesetzlichen Mindestlohn kürzen“, teilt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf seiner Internetseite mit.

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