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Höherer Mindestlohn für Zeitarbeit seit 1. April 2022

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Von: Anne Hund

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Einkommen durch Erwerbstätigkeit
Der Mindestlohn für Leiharbeiter steigt zum 1. April auf 10,88 Euro in der Stunde von bisher 10,45 Euro. © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Der Mindestlohn für Zeit- oder Leiharbeiter steigt auf 10,88 Euro pro Stunde. Damit liegt er über dem allgemein gültigen Mindestlohn in Deutschland.

Die Preise im Supermarkt, beim Heizen und Tanken sind deutlich gestiegen. Was ändert sich für viele Beschäftigte beim Blick auf den Gehaltszettel? Vor allem beim Mindestlohn gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen. Betriebliche Pflegehilfskräfte und Zeitarbeiter zum Beispiel können mit einem höheren Lohn rechnen, wie der Bayerische Rundfunk berichtete. Der Mindestlohn für Zeit- oder Leiharbeiter sollte demnach zum 1. April auf 10,88 Euro in der Stunde von bisher 10,45 Euro steigen. In dem Bericht heißt es auch, dass dies nur ein Zwischenschritt sein dürfte. Denn bekanntlich soll der allgemeine Mindestlohn bereits ab Oktober 2022 auf 12 Euro je Stunde angehoben werden. Für Pflegehilfskräfte liege er „schon jetzt so hoch“, schildert BR.de; für qualifizierte Pflegehilfskräfte „sogar bei 12,50 Euro und für Pflegefachkräfte bei 15 Euro“.

Mindestlohn steigt in einigen Branchen zum 1. April 2022

„Ab ersten April steigen die Löhne in der Pflege nochmals an. Dann auf 12,55 Euro, 13,20 Euro und 15,40 Euro“, schreibt BR.de weiter. Das gelte allerdings nur für Pflegepersonal, das in Betrieben angestellt sei. „Wer als Pflegekraft beispielsweise in einem Privathaushalt arbeitet, bekommt weiterhin nur den gesetzlichen Mindestlohn von derzeit 9,82 Euro.“

Gesetzlicher Mindestlohn von 12 Euro je Stunde ab 1. Oktober 2022

Während der allgemein gültige Mindestlohn in Deutschland derzeit also noch bei 9,82 Euro liegt, ist zum 1. Juli bereits eine Anpassung auf 10,45 Euro geplant. Am 1. Oktober soll das Niveau der Lohnuntergrenze dann einmalig außerhalb der üblichen Erhöhungsschritte auf 12 Euro angehoben werden. Über sechs Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) davon profitieren. Der höhere gesetzliche Mindestlohn wirkt sich auch entsprechend auf die Rente aus. Beamte dürfen zudem bereits ab April 2022 „mit einer Lohnerhöhung um rund 1,8 Prozent“ rechnen, wie BR.de weiter berichtete.

Minijob: Verdienstgrenze steigt zum 1. Oktober 2022

Im Zuge der Mindestlohn-Erhöhung wird auch die Verdienst-Obergrenze für Minijobber angepasst: Die Minijob-Grenze steigt zum 1. Oktober von bisher 450 Euro auf 520 Euro im Monat

2022: Von Gehalt bis Krankmeldung – das ändert sich für Arbeitnehmer

In diesem Jahr sind auf viele Arbeitnehmer aber noch andere Neuerungen zugekommen – oder stehen noch bevor. Was sich 2022 beim Gehalt oder zum Beispiel bei der Krankmeldung für viele Beschäftigte ändert, erfahren Sie hier.

Zudem sollen viele Beschäftigte bald von der sogenannten Energiepauschale profitieren: Jeder einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige, der in den Steuerklassen 1-5 einsortiert ist, soll die Pauschale von einmalig 300 Euro brutto bekommen. Das Geld wird vom Arbeitgeber als Zuschuss zum Gehalt ausgezahlt, bei Selbstständigen wird stattdessen die Steuer-Vorauszahlung gesenkt. Die Pauschale unterliegt der Einkommensteuer. (ahu)

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