Tücken beim Nebenverdienst

Minijob in Kurzarbeit: Wird er auf das Kurzarbeitergeld angerechnet?

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Ein Minijob bietet Arbeitnehmern in Kurzarbeit eine gute Gelegenheit, Geld hinzuzuverdienen. Eine Sache müssen sie jedoch beachten, um keine Abzüge zu riskieren.

Egal ob am Theater, im Handel oder in der Veranstaltungsbrache: Viele Beschäftigte müssen aufgrund der Corona-Pandemie in Kurzarbeit. Mit einem Minijob können sich Arbeitnehmer zum – häufig überschaubaren – Kurzarbeitergeld etwas hinzuverdienen. Doch wird der Nebenverdienst angerechnet?

Wird der Minijob auf das Kurzarbeitergeld angerechnet?

Die gute Nachricht lautet: Nein! Das Gehalt aus dem 450-Euro-Job wird nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Und das unabhängig davon, ob der Nebenjob schon vor der Kurzarbeit ausgeübt oder währenddessen aufgenommen wurde. Auch Systemrelevanz spielt keine Rolle.

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Neue Minijob-Regelung bei Kurzarbeit seit 2021

Der Gesetzgeber hat aufgrund der Corona-Pandemie nach und nach neue Regelungen erlassen. Noch Anfang 2020 galt ein Minijob nur als anrechnungsfrei beim Kurzarbeitergeld, wenn

  • der 450-Euro-Minijob oder kurzfristige Beschäftigung schon vor der Kurzarbeit oder
  • in einem systemrelevanten Betrieb ausgeübt wurde.

Die Lockerungen wurden vorerst bis zum 31. Dezember 2021 verlängert.

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Nur ein Minijob neben Hauptbeschäftigung möglich – sonst drohen Abgaben

Doch Vorsicht: Mitarbeiter dürfen lediglich einen Minijob neben ihrem Hauptjob annehmen – auch wenn sie in Kurzarbeit sind. Das ist gesetzlich geregelt. „Jeder weitere 450-Euro-Minijob wird mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet. Dieser Nebenjob ist dann kein Minijob mehr, selbst wenn der Verdienst im Monat insgesamt 450 Euro nicht überschreitet“, meldet die Minijob-Zentrale auf ihrer Internetseite. Jeder zusätzliche Nebenjob würde dann als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gelten, für die weitere Abgaben wie beispielsweise Beiträge zur Krankenversicherung anfallen.(as)

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