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Minijob-Grenze steigt ab Oktober auf 520 Euro: Was das für Betroffene konkret bedeutet

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Von: Anne Hund

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Zum 1. Oktober soll die Verdienst-Obergrenze für Minijobs von 450 auf 520 Euro im Monat steigen – zeitgleich mit der Anhebung des Mindestlohns. 

Die Verdienst-Obergrenze für Minijobs soll zum 1. Oktober von 450 auf 520 Euro im Monat steigen. Zeitgleich mit der Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro. Im Koalitionsvertrag heißt es zu den Minijobs: Künftig orientiert sich die Minijob-Grenze an einer Wochenarbeitszeit von zehn Stunden zu Mindestlohnbedingungen. Sie werde dementsprechend mit Anhebung des Mindestlohns auf 520 Euro erhöht. Und auch die Midijob-Obergrenze soll pünktlich zum 1. Oktober von aktuell 1.300 Euro auf 1.600 Euro steigen.

Registrierung bei der Minijob-Zentrale

Um beispielsweise Haushaltshilfen nicht schwarz zu beschäftigen, müssen sie bei der Minijob-Zentrale angemeldet werden. Am schnellsten erfolgt die Registrierung dort online. Die Minijob-Zentrale übernehme dann den Großteil der Arbeitgeberpflichten, schilderte die Deutsche Presse-Agentur (dpa), „zum Beispiel die Berechnung und den Einzug der Abgaben sowie die Meldung zur Unfallversicherung“. Die sogenannten Midijobs dagegen sind „sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen, für die die Krankenkassen zuständig sind und nicht die Minijob-Zentrale“, wie es in dem Blog der Minijob-Zentrale heißt.

Verdienst-Obergrenze für Minijobber derzeit noch bei 450 Euro

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Minijobs sind gefragt – die Verdienst-Obergrenze soll am 1. Oktober von 450 auf 520 Euro im Monat steigen. © Frank Rumpenhorst/dpa (Archivbild/Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Was bedeutet die Verdienst-Obergrenze für den Stundenlohn von Minijobbern konkret? Hier ein Beispiel: Verdient jemand aktuell 11 Euro je Stunde, darf er – laut der aktuellen Regelung – pro Monat höchstens 40 Stunden arbeiten, damit er die 450-Euro-Grenze nicht überschreitet.

Gesetzlicher Mindestlohn ab Oktober bei 12 Euro

Der gesetzliche Mindestlohn wird derweil in Etappen angehoben: Derzeit liegt er noch bei 9,82 Euro je Stunde, doch schon zum 1. Juli soll er auf 10,45 Euro steigen. Zum 1. Oktober 2022 soll das Niveau der Lohnuntergrenze schließlich einmalig außerhalb der üblichen Erhöhungsschritte auf 12 Euro steigen.

Die Erhöhung des Mindestlohns hat entsprechende Folgen auch für Minijobber. „Denn durch den Mindeststundenlohn können Minijobber nur eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Monat arbeiten, damit sie Minijobber bleiben“, wie etwa die Techniker Krankenkasse auf ihrer Homepage informiert. „Arbeiten sie mehr, könnten sie die 450-Euro-Grenze überschreiten – die Beschäftigung würde damit sozialversicherungspflichtig.“ 

Was bedeutet ein Minijob für die Rente?

Auch an die Altersvorsorge sollte man denken: Die Zeit im Minijob fließt später bei der Mindestversicherungszeit für eine Rente mit ein. Das gilt sowohl für die Altersrente, als auch für eine mögliche Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrente. Minijobber, die trotzdem auf die Beitragszahlung verzichten wollen, können sich beim Arbeitgeber auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen. Die Befreiung ist bindend bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses, wie die dpa weiter schildert. (ahu)

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