Nebenjob immer mit Chef absprechen

Freiburg - Beschäftigte sprechen es besser mit dem Chef ab, wenn sie einen Nebenjob übernehmen. Denn in vielen Arbeitsverträgen ist festgelegt, dass Nebentätigkeiten dem Arbeitgeber mitgeteilt werden müssen.

Halten sich Mitarbeiter nicht daran, riskieren sie eine Abmahnung. Mehrfache Verstöße können sogar zur Kündigung führen, wie das “Personalmagazin“ erläutert (Ausgabe 6/2010). Der Chef darf einen Nebenjob zwar nicht ohne weiteres verbieten. Denn generell ist das Ausüben einer Nebentätigkeit zulässig. Dabei gibt es aber Ausnahmen: Arbeiten für die Konkurrenz ist verboten - zumindest in Bereichen, in denen beide Arbeitgeber unmittelbar zueinander im Wettbewerb stehen.

Das muss den Angaben nach nicht einmal explizit im Arbeitsvertrag geregelt sein. Ansonsten kann der Arbeitgeber dem Bundesarbeitsgericht zufolge einen Nebenberuf nur untersagen, wenn er ein berechtigtes Interesse nachweist (Az.: 2 AZR 377/75). Das gilt zum Beispiel, wenn die Leistung in der hauptberuflichen Bürotätigkeit durch das abendliche Jobben als Barkeeper beeinträchtigt wird. Außerdem muss in solchen Fällen das Arbeitszeitgesetz eingehalten werden: Wer neben einer Anstellung im Büro etwa als Kellner beschäftigt ist, darf in der Regel nicht mehr als insgesamt acht Stunden pro Werktag arbeiten.

dpa

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