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Immer mehr Unternehmen suchen Social-Media-Manager, die sich gezielt um ihren Auftritt in Online-Netzwerken kümmern

Nicht jede Firma braucht Social-Media-Manager

Hamburg - Facebook & Co. haben inzwischen auch die Berufswelt erobert. Immer mehr Unternehmen kümmern sich intensiv um ihren Auftritt in sozialen Netzwerken. Doch nicht jedes braucht einen Spezialisten.

Facebook, Twitter, Xing und andere haben ein neues Berufsbild geschaffen: Immer mehr Unternehmen suchen Social-Media-Manager, die sich gezielt um ihren Auftritt in Online-Netzwerken kümmern. Trotz des aktuellen Hypes um das Thema braucht aber längst nicht jede Firma einen solchen Spezialisten, wie Praktiker am Dienstag auf der Social Media Week in Hamburg betonten. Auf der Konferenz diskutieren Experten bis Freitag über den Einfluss Sozialer Medien auf Wirtschaft, Politik und Verbraucher.

Wenn ein Unternehmer unsicher sei, helfe ein Test, sagte Torsten Panzer, Geschäftsführer der Social Media Akademie in Mannheim: “Unterhalten sich die Leute im Netz über mein Produkt oder die Produktgattung?“ Nur wenn man mit diesen Nutzern in Austausch treten wolle, sei ein Engagement sinnvoll. Zudem müsse man überlegen, was der Auftritt bei Facebook und Twitter bewirken soll und eine dann eine entsprechende Strategie entwickeln. Vor allem große Unternehmen schließen sich dem Social-Media-Trend an, wie der Personalvermittler Sebastian Voss berichtete, der im Sommer 2011 das Portal socialmediakarriere.de gründete und derzeit 100 Bewerber in der Datenbank hat.

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Eine genaue Definition des neuen Berufsbildes gibt es allerdings nicht. Der Begriff sei “globalgalaktisch formuliert“, sagte David Rahnaward, Social-Media-Manager beim Versandhändler Otto. So seien die Anforderungen im Online-Kundenservice ganz andere als bei der Öffentlichkeitsarbeit via Twitter und Co. Ob es je ein einheitliches Berufsbild geben wird, bezweifelten die Experten.

Derzeit sind die meisten Social-Media-Manager Quereinsteiger. “Wir haben Bewerber aus den unterschiedlichsten Bereichen mit den unterschiedlichsten Vorkenntnissen, was nicht schlecht sein muss“, sagte Benni Wittkamp von der Hamburger Agentur Elbkind.

Feste Bildungsgänge sind noch rar. “Die Hochschulen - vor allem die öffentlichen - haben das Thema sträflich vernachlässigt“, sagte Torsten Panzer von der Social Media Akademie. Seine Einrichtung bietet Kurse an, in denen Berufstätige via E-Learning das Rüstzeug erwerben sollen. Diese Angebote seien mit Praktikern entwickelt worden. An Weiterbildungen für Social-Media-Manager mangelt es nicht. Die Angebote sah Vivian Pein, Social-Media-Managerin beim Logistiker Hermes, aber skeptisch: “Es gibt viele Anbieter da draußen, aber das meiste ist Müll.“

Die Verdienstmöglichkeiten verglich Sebastian Voss mit der Marketingbranche. Die Spanne liege zwischen 35 000 und 60 000 Euro, je nach Selbstbewusstsein und Vorerfahrung der Bewerber.

dpa

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