+
Mehr Geld für Einsteiger: Die Praktikantengehälter sind seit 2010 deutlich gestiegen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Neue Studie

Praktikanten bekommen mehr Geld

Unbezahlte Arbeitskräfte, die Kaffee kochen und sonst nichts zu sagen haben? Das sind Praktikanten in vielen Unternehmen längst nicht mehr. Inzwischen werden viele von ihnen besser bezahlt als früher. Dafür müssen sie aber oft auch viel arbeiten.

München (dpa/tmn) - Unbezahlte Praktika gibt es heute kaum noch - und die Gehälter steigen. Allerdings gibt es je nach Praktikum und Branche große Unterschiede. Das geht aus dem aktuellen Praktikantenspiegel hervor, einer Studie der Unternehmensberatung Clevis.

96 Prozent der Praktika sind demnach vergütet, im Schnitt bekommen Praktikanten für ihre Arbeit 1099 Euro pro Monat - 66 Euro mehr als vor einem Jahr. Damit sind die Praktikantengehälter seit 2010 deutlich gestiegen, insgesamt um fast 400 Euro. Ein Grund dafür war die Einführung des Mindestlohns auch für Praktikanten. Er gilt allerdings nur für freiwillige Praktika, die mindestens drei Monate dauern.

Das schlägt sich auch in den Studienergebnissen nieder: Für ein Pflichtpraktikum gibt es demnach im Schnitt deutlich weniger Geld - nämlich 940 statt 1240 Euro für freiwillige Praktika.

Die mit Abstand höchsten Gehälter gibt es bei Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfern: 1420 Euro bekommen Praktikanten hier im Schnitt. Dahinter folgen Branchen wie IT und Telekommunikation, Banken und Versicherungen sowie der Bereich Konsum- und Verbrauchsgüter: Hier gibt es jeweils etwa 1250 Euro. Deutlich unter 900 Euro - und damit am wenigsten - zahlen zum Beispiel die Maschinen- und Anlagenbauer, Personaldienstleister sowie die Energie- , Bau- und Rohstoffbranche.

Für das Geld müssen Praktikanten aber auch viel arbeiten: 45 Prozent von ihnen machen regelmäßig Überstunden. Das mag ein Grund dafür sein, warum jeder Vierte (26 Prozent) beim Gehalt noch Verbesserungspotenzial sieht. Luft nach oben gibt es unter anderem auch bei der Aufgabengestaltung oder der Feedbackkultur im Praktikum. Gar keine Verbesserungsvorschläge hat nur ein knappes Viertel (24 Prozent) der Praktikanten. Insgesamt sind vier von fünf Befragten (82 Prozent) aber trotzdem zufrieden mit ihrem Schnupperjob.

Für den Praktikantenspiegel hat Clevis von Mai bis November 2017 zusammen mit dem Karriere-Netzwerk Absolventa und dem Lehrstuhl für Marketing an der Universität Magdeburg knapp 5200 Praktikanten befragt.

Clevis Praktikantenspiegel 2018

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fiese Bewerbungsfrage: Sind Sie schlau genug, um für Elon Musk zu arbeiten?
Sie träumen davon, bei Tesla oder SpaceX zu arbeiten? Dann sehen Sie sich einmal diese Bewerbungsfrage an. Sie soll die Lieblingsfrage von Chef Elon Musk sein.
Fiese Bewerbungsfrage: Sind Sie schlau genug, um für Elon Musk zu arbeiten?
Welche Rolle spielt das Homeoffice bei Stellenanzeigen?
Von Homeoffice ist in der Arbeitswelt oft die Rede. Aber wie oft bekommen Bewerber tatsächlich angeboten, von zu Hause aus zu arbeiten? Eine Auswertung von …
Welche Rolle spielt das Homeoffice bei Stellenanzeigen?
Mail an Kollegen endet mit der wohl kreativsten Abwesenheitsnotiz aller Zeiten
Wer in den Urlaub fährt, stellt im Büro eine Abwesenheitsnotiz mit den wichtigsten Infos ein. Nicht so dieser Kollege, der es in seiner Mail so richtig krachen ließ.
Mail an Kollegen endet mit der wohl kreativsten Abwesenheitsnotiz aller Zeiten
Rätsel treibt alle zur Verzweiflung - welcher verflixte Wochentag ist gesucht?
Ihre Gehirnzellen sind wieder gefragt: Sieben Freunde führen eine Unterhaltung über den aktuellen Wochentag - doch welcher liegt richtig? Kommen Sie drauf?
Rätsel treibt alle zur Verzweiflung - welcher verflixte Wochentag ist gesucht?

Kommentare