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Den Burn-out zu erkennen, ist oft schwierig. Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat daher eine Broschüre zu dem Thema veröffentlicht. Foto: Marion Gröning

Rasche Ermüdung kann erstes Anzeichen für Burn-out sein

Bremen (dpa/tmn) - Sind Mitarbeiter ständig rasch ermüdet und erschöpft, kann das ein erstes Anzeichen für Burn-out sein. Darauf weist die Arbeitnehmerkammer Bremen in einer Broschüre zum Thema hin.

Erstes Anzeichen für Burn-out kann eine schnelle Ermüdung während der Arbeit sein. Ein weiteres Warnzeichen sei auch, wenn jemand häufig leicht gereizt oder ungeduldig ist und den Mitmenschen Vorwürfe macht, erläutert die Arbeitnehmerkammer Bremen. Wann ein hoher Arbeitseinsatz in Überlastung mündet, ist für Betroffene häufig schwer zu erkennen. Hellhörig sollten sie werden, wenn sie ständig Mehrarbeit leisten und ihre sozialen Kontakte einschränken.

Unfähigkeit zu entspannen und Schlafprobleme

In einer zweiten Phase der Erkrankung reduzieren Arbeitnehmer oft ihr Engagement. Sie verbinden dann nicht selten entstehende Probleme bei der Arbeit mit persönlichen Schuldzuweisungen. Als nächstes kommt es typischerweise zu einem Abbau der Leistungsfähigkeit, dann treten häufig Befindlichkeitsstörungen auf. Dazu gehören etwa die Unfähigkeit zu entspannen sowie Schlafprobleme.

Wer das Gefühl hat, dass er überlastet ist, sollte das Gespräch mit dem Betriebsarzt suchen. In einem frühen Stadium können Mitarbeiter häufig noch ohne Hilfe gegensteuern. Sie können sich bewusst mehr Zeit für sich nehmen und zum Beispiel freie Zeiten im Kalender einplanen. Gut ist auch, sich morgens und abends eine "stille Zeit" einzuplanen, in der Berufstätige zur Ruhe kommen.

Broschüre zu Burn-out (PDF)

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