Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot

Mindestens neun Verletzte bei Schüssen in Toronto - Schütze tot
+

Statistik

Reallöhne steigen auch 2016 weiter

Im gerade beendeten Jahr 2015 wie auch im laufenden Jahr können die Beschäftigten mit deutlich steigenden Löhnen und Gehältern rechnen, die nur zu einem Teil von der allgemeinen Teuerung wieder aufgefressen werden.

Nach volkswirtschaftlichen Einschätzungen ist aber der Höhepunkt der Zuwächse wahrscheinlich erreicht, weil die Inflation perspektivisch wieder anzieht.

Ein kräftiges Reallohnplus von 2,5 Prozent haben die Experten des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2015 berechnet, wie sie am Donnerstag auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichteten. Die Brutto-Löhne waren in der Jahresfrist um 2,8 Prozent geklettert, ein zwar hoher, aber längst nicht aus der Reihe fallender Wert. Ungewöhnlich war hingegen die extrem niedrige Inflation von 0,3 Prozent, die vor allem mit den stark gefallenen Energiepreisen zu tun hat. Weil der Preisverfall für Öl nicht in ähnlicher Geschwindigkeit anhält, erwartet die Bundesbank für dieses Jahr eine Inflationsrate von 1,1 Prozent und für 2017 von 2,0 Prozent.

Von den Lohnsteigerungen bleibt dann weniger übrig, ein Reallohnplus von 2,5 Prozent scheint schon in diesem Jahr wegen der wieder stärker steigenden Verbraucherpreise nicht mehr erreichbar. Der 2015er-Wert ist ohnehin Rekord seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008, nur im Wiedervereinigungsboom der 1990er-Jahre gab es zuletzt höhere Werte. Dass Reallohnsteigerungen nicht selbstverständlich sind, haben deutsche Arbeitnehmer vor allem in den Nullerjahren erfahren. Erst 2014 hatten die preisbereinigten Verdienste wieder das Niveau aus dem Jahr 2000 erreicht. Einen nicht näher bezifferten Anteil am Anstieg der Bruttolöhne hat 2015 der erstmals gültige gesetzliche Mindestlohn gebracht, wie es unter anderem die Experten des gewerkschaftlichen WSI-Tarifarchivs erwartet hatten. In den Niedriglohn-Segmenten der ungelernten Arbeiter (plus 4,1 Prozent) und der geringfügig Beschäftigten (plus 4,7 Prozent) stiegen die Brutto-Entgelte laut Statistik weit überdurchschnittlich.

Ernsthafte Anzeichen für eine lohnpolitische Zurückhaltung der Gewerkschaften gibt es nicht. Für rund 12 Millionen Beschäftigte werden in diesem Jahr neue Tarifverträge ausgehandelt. Die bislang bekannten Forderungen liegen zwischen 4,5 bis fünf (allgemeine Empfehlung NGG) und sechs Prozent (Süßwarenindustrie Ost NGG).  

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bei "Walk-and-talk-Meetings" mit Kollegen austauschen
Sitzen, sitzen, sitzen: Der Alltag im Büro ist aus der Perspektive des Körpers oft eintönig. Damit etwas Bewegung in den Berufsalltag kommt, können Kollegen sogenannte …
Bei "Walk-and-talk-Meetings" mit Kollegen austauschen
Was gilt beim Schichtdienst?
Ob im Krankenhaus, im Kraftwerk oder bei der Polizei: In vielen Berufen arbeiten Menschen im Schichtdienst. Damit im Betrieb alles reibungslos abläuft, dabei aber auch …
Was gilt beim Schichtdienst?
Ist eine Kündigung aus der Elternzeit heraus möglich?
Wer während der Elternzeit den Entschluss fasst, nicht mehr zum alten Arbeitgeber zurück zu kehren, hat das Recht zu kündigen. Allerdings sollte er die Kündigungsfrist …
Ist eine Kündigung aus der Elternzeit heraus möglich?
Was bei Arbeitsproben wichtig ist
Viele Stellenanzeigen verlangen "aussagekräftige Arbeitsproben": Welche Unterlagen sollten Bewerber dann mitschicken? Je mehr Erfahrung jemand hat, umso mehr Projekte …
Was bei Arbeitsproben wichtig ist

Kommentare