Tägliches Pendeln kann schlecht für die Gesundheit sein.
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Tägliches Pendeln kann schlecht für die Gesundheit sein.

So beugen Sie vor

Pendeln ist ungesund, aber Sie können die gesundheitlichen Risiken minimieren

Immer mehr Arbeitnehmer pendeln zur ihrem Job. Doch das ständige Hin und Her ist nicht gut für die Gesundheit. Die Risiken lassen sich aber minimieren.

  • In Deutschland pendeln rund 13 Millionen Arbeitnehmer.
  • Dabei tun sie ihrer Gesundheit keinen Gefallen.
  • Wer aber einige Punkte beachtet, kommt relativ stressfrei in die Arbeit.

Von Nürnberg nach München, vom Land in die Stadt: Berufspendler sind in Deutschland mittlerweile völlig normal geworden. Laut Pendleratlas der Bundesagentur für Arbeit fahren 13 Millionen Beschäftigte für die Arbeit in einen anderen Landkreis. Der Grund sind oft die hohen Mieten in den Großstädten, die viele Arbeitnehmer auf's Land zieht.

Pendler: Mehr Atemwegserkrankungen und erhöhtes Unfallrisiko

Doch die Vorteile des Landlebens werden durch das tägliche Pendeln* wieder aufgehoben. Denn der lange Arbeitsweg wirkt sich negativ auf die Gesundheit aus. An erster Stelle dürfte Schlafmangel stehen. Wer weit draußen wohnt und in der Innenstadt arbeitet, muss früh aus dem Bett, um entweder den Zug zu erwischen oder dem Stau zu entgehen.

Nach Feierabend steht dann noch mal der lange Heimweg an und Zeit mit Familie und Freunden möchte man auch noch verbringen. Da passiert es schnell, dass Arbeitnehmer doch zu spät ins Bett gehen und weniger Schlaf bekommen.

Außerdem hätten Pendler, die mit Bus oder Bahn zur Arbeit fahren, mehr Atemwegserkrankungen, erklärt Antje Ducki, Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Beuth-Hochschule für Technik in Berlin, in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks. Demnach steige das Unfallrisiko bei Pendlern im Auto. Auch Vorsorgeuntersuchungen könnten Pendler nicht so oft wahrnehmen wie Nicht-Pendler, da sie schwieriger Termine bekommen könnten, an denen sie auch am Wohnort seien.

Lesen Sie mehr: Deshalb sollte Pendeln jetzt als Arbeitszeit gelten.

Pendler leiden öfter unter psychischen Erkrankungen

Zu unterschätzen sind auch nicht die psychischen Belastungen für Pendler. Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2018 (PDF) fehlen Pendler häufiger wegen psychischer Erkrankungen.

Wer allerdings gerne zwischen Wohnort und Arbeitsstätte pendelt, habe weniger gesundheitliche Probleme, berichtet der Bayerische Rundfunk weiter. Zudem würden Stressmanagement-Kurse oder Entspannungstechniken helfen, erklärt Albrecht Wehner aus dem Gesundheitsmanagement der Techniker Krankenkasse der Deutschen Presseagentur dpa. Für effektiver hält er es, die Verhältnisse anzupassen. Dazu könne gegebenenfalls zeitweises Arbeiten im Homeoffice* beitragen oder ein späterer Arbeitsbeginn, um den Berufsverkehr zu umgehen.

Ablenkung vom Pendlerstress bieten Hörbücher oder das Fahren in Gemeinschaft. Ebenfalls wichtig: den Zeitdruck reduzieren, "denn der erhöht das Stresslevel und damit die negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche gravierend", sagt Katrin van Randenborgh, Sprecherin des ADAC.

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Studie: In diesen Berufen müssen Sie weit pendeln

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