+
Ein Bewerbungsschreiben muss direkt auf das Unternehmen zugeschnitten sein.

Von der Masse abheben

Wie schreibe ich eine richtig gute Bewerbung?

  • schließen

Aller Anfang ist schwer: Das Bewerbungsschreiben ist für manche Jobsuchende schon das erste K.O.-Kriterium. Was macht ein gutes Anschreiben aus?

Mit dem Bewerbungsschreiben geben Sie dem Personaler einen ersten Eindruck von sich. Teilweise entscheidet sich schon beim ersten Satz, ob Sie eine Chance haben oder nicht. Denn im Durchschnitt scannt der Personaler Ihre Unterlagen in weniger als fünf Minuten.

Finden Sie den Ansprechpartner

Für Ihr Anschreiben müssen Sie erst einmal den richtigen Ansprechpartner finden. Manchmal ist der schon bei der Stellenanzeige als Kontaktperson angeben. Ansonsten lohnt sich eventuell ein Anruf beim Unternehmen, wo Sie auch gleich weitere Informationen zur Stelle einholen können.

Die Einleitung muss neugierig machen

Standardfloskeln wie "hiermit bewerbe ich mich" und "mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen" hat jeder Personaler schon hundertmal gelesen. Sie zeigen ihm höchstens, dass Ihnen kein einziger Satz eingefallen ist, um Ihre Bewerbung zu begründen. 

Wecken Sie stattdessen von Anfang an Neugier, indem Sie beispielsweise sofort auf Ihre Begeisterung für die Stelle oder das Unternehmen eingehen. Im Prinzip sticht alles hervor, was von diesen Standardfloskeln abweicht und original von Ihnen kommt.   

Vermeiden Sie eine Wiederholung des Lebenslaufes

Im Lebenslauf haben Sie bereits sorgfältig Ihren Werdegang dargelegt - deshalb müssen Sie das im Anschreiben nicht nochmal wiederholen. Gehen Sie auf die wichtigsten Stationen Ihres Lebens ein, die Sie für die Stelle qualifizieren und erklären Sie anhand von Beispielen, warum Sie die beste Besetzung für die Stelle sind. Aber übertreiben Sie es nicht.

Belegen Sie Ihre Aussagen

Jeder kann behaupten teamfähig oder kommunikativ zu sein. Solche Aussagen ohne weitere Erklärung stehen zu lassen: Keine gute Idee. Belegen Sie ihre Argumente immer, indem Sie auf konkrete Projekte aus Ihrer Arbeit eingehen.

Kein überflüssiges Schwadronieren

Ein Personaler hat nur wenig Zeit sich Ihre Unterlagen durchzusehen. Deshalb halten Sie sich so kurz und prägnant wie möglich. Eine Seite, maximal zwei, reichen völlig, um Ihre Motive darzulegen. Es zeigt außerdem, dass Sie sich auf das wesentliche konzentrieren können.

No-Gos im Anschreiben

Wie bereits erwähnt, macht ein fehlender oder gar falscher Ansprechpartner einen schlechten Eindruck. Das größte Ausschlusskriterium sind allerdings Rechtschreib- und Grammatikfehler. Rund 60 Prozent der Personaler legen Bewerbungen mit Rechtschreibfehlern sofort auf den Ablagestapel. Lassen Sie sie deshalb immer von Bekannten gegenlesen.

Was offensichtlich scheint, aber auch oft vergessen wird: Der Bezug zum Unternehmen. Einige Bewerber verbringen so viel Zeit mit Selbstbeweihräucherung, dass sie die Bedürfnisse des Unternehmens aus den Augen verlieren. In dem Fall haben sie - um einen beliebten Lehrerspruch zu zitieren - die Aufgabenstellung nicht verstanden.  

Nach dem Anschreiben ist vor dem Vorstellungsgespräch: Hier finden Sie eine umfassende Übersicht zu allen wichtigen Informationen rund um das Thema Bewerbung.

Von Franziska Kaindl

In diese 10 Berufsgruppen haben die Deutschen Vertrauen

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Achtung: Ist Ihre Kündigungsfrist zu kurz oder lang? Dann sollten Sie handeln
Sind kurze Kündigungsfrist schlecht für Arbeitnehmer oder ist das ein Irrglaube? Wenn Sie Ihren Job wechseln wollen, könnten Sie länger gebunden sein, als Ihnen lieb ist.
Achtung: Ist Ihre Kündigungsfrist zu kurz oder lang? Dann sollten Sie handeln
Mit diesem Test werden Ihre Gedanken gelesen, wetten? Probieren Sie es aus
Haben Sie einen Durchhänger im Büro? Dann wird es Zeit für ein kleines Spiel, das Sie so richtig verwirren - und Ihre Gedanken erraten wird. Bereit?
Mit diesem Test werden Ihre Gedanken gelesen, wetten? Probieren Sie es aus
Nebenjob wirkt sich im Studium nicht negativ auf Noten aus
Viele junge Menschen müssen neben dem Studium arbeiten. Eine neue Studie zeigt: Negativ wirkt sich die Beschäftigung nicht aus - jedenfalls nicht auf die Noten.
Nebenjob wirkt sich im Studium nicht negativ auf Noten aus
Juristisches Staatsexamen: Frauen werden benachteiligt
Gleichbehandlung zwischen Frauen und Männern bei der Bewertung einer Prüfung sollte in der Universität eigentlich der Normalzustand sein. Zumindest beim zweiten …
Juristisches Staatsexamen: Frauen werden benachteiligt

Kommentare